Auenschutz mit Strategie

Für den Naturschutzbund Österreich, seine Landesgruppen und Tausenden freiwillig engagierten und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter in ganz Österreich genießt die Erhaltung naturnaher, frei fließender Flüsse und deren Auen schon seit vielen Jahrzehnten höchste Priorität. Schon seit jeher bemüht er sich um den Schutz des Wassers und der von ihm geprägten Naturräume.

© Bianca Burtscher

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© Alexander Schneider

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© Alexander Schneider

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© Johannes Gepp

© Johannes Gepp

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Der Naturschutzbund hat beim Auenschutz schon viele Taten gesetzt, wie Kauf oder Pacht einiger hundert Wasserlebensräume in ganz Österreich oder das Engagement für die Erhaltung von besonders großartigen Bäche und Fließwassersystemen. So gelang es, einzigartige Naturschätze Österreichs, wie die Milser Au, die letzten Auwälder an der Lavant oder das Machland an der Donau von der landwirtschaftlichen Nutzung auszunehmen. Die Erhaltung dieser Bäche und Flüsse ist ein wichtiger Baustein zum der Auenlandschaften in Österreich. Trotzdem werden intakte Auen in Österreich immer seltener – durch Verbauung und Regulierung von Flüssen und Bächen, durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung, Siedlungstätigkeit und Straßen- oder Wegebau ist dieser Lebensraum merklich geschrumpft. Um die verbliebenen Auen bestmöglich zu erhalten, arbeitet der Naturschutzbund gemeinsam mit Partnern aktiv an der Erhaltung und Entwicklung intakter Auen.

Aktiv für Auen
In mehreren Projekten mit den Österreichischen Bundesforsten wurden gemeinsam mit Experten die ÖBf-Auengebiete naturschutzfachlich analysiert und Managementempfehlungen erarbeitet. Dazu kam breit angelegte Informationsarbeit. Ein Praxisfolder zur Schwarzpappel wurde genauso erstellt wie eine Broschüre „Aktiv für Auen“
 

Auenstrategie für Österreich 2020+

Im Sommer 2015 wurde die „Auenstrategie für Österreich 2020+“ von den neun zuständigen Landesräten und Minister Rupprechter unterschrieben. Der Naturschutzbund freut sich sehr über diesen Zusammenschluss aller Kräfte für den Auenschutz!

Rund dreiviertel der heimischen Auen ist verschwunden oder ökologisch stark beeinträchtigt - zu dieser ernüchternden Bilanz kommen Experten bei einer Bestandsaufnahme, die wir mit Unterstützung des BMFLUW 2014 publiziert haben. Broschüre Auenland

Eine bundesweite Strategie zur Erhaltung und Wiederherstellung der naturnahen Auendynamik kann hier Abhilfe schaffen. Auch um bestehende Initiativen zu bündeln und damit den Schutz zu verbessern. Die Grundlagen für eine solche Strategie haben Naturschutzbund und Arge Naturschutz gemeinsam mit fluvius und dem Büro Lazowski in einem Projekt erarbeitet. Die Kernaussage: Es braucht gemeinsame Ziele und nationale Prioritäten im Auenschutz – vor allem müssen besonders wertvolle Auen geschützt und die noch vorhandenen Retentions- und Überflutungsflächen gesichert werden.

In dem Papier wurden gemeinsam Ziele, Prinzipien und Maßnahmen für eine langfristige Sicherung  der Auen entwickelt. Auch eine Vernetzung einzelner Länderkonzepte und eine Bundesländer-übergreifende Zusammenarbeit wurde beschossen. Besonders betont wurde die Bedeutung von Gemeinden und privaten Grundbesitzern als unverzichtbare Partner. Zur Presseaussendung

 Zentrale Ziele von Bund und Ländern:
  1. Keine Reduktion der bestehenden Auwaldflächen
  2. Keine Verschlechterung der ökologischen Ausstattung bestehender Auenflächen – Wise use  als Garant dafür
  3. Verbesserung des Auenzustandes

 

Und die Umsetzung?

Mit der Strategie haben sich sowohl Bund als auch Länder zur langfristigen Sicherung der heimische Auen und Flusslandschaften bekannt. Wie das in der Verwaltungspraxis aussehen kann wurde in einem Pilotprojekt beispielhaft für Niederösterreich, das Bundesland mit dem meisten Auen, diskutiert und entwickelt. Im „Auendialog“ mit Verwaltung, Grundbesitzern und anderen Interessensgruppen wurden Möglichkeiten erarbeitet und besprochen, wie die  Erhaltung und Wiederherstellung funktionsfähiger Auenlebensräume in verschiedene Fachbereich integriert werden kann. Eine ergänzende Kartierung von Auengebieten sorgte für eine verbesserte Datengrundlage. Für ausgewählte Themen (Wasserbau & Wasserwirtschaft, Raumordnung, Naturschutz und Forstwirtschaft) wurde die Rolle der zentraler Akteure analysiert und erarbeitet wie eine Umsetzung in Verwaltung und Praxis möglich ist.

Informationen zu dem Projekt, zum Dialogprozess und zu den Arbeiten und Fachgesprächen in NÖ finden sich hier.

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