vielfaltleben Gemeinden in Kärnten

In Kärnten gibt es gesamt sieben und in Südtirol eine vielfaltleben Gemeinde: Radenthein, Kappel am Krappfeld, Mölbling, Steindorf am Ossiacher See, Feistritz an der Gail, Lendorf, Millstatt sowie Lana an der Etsch
Das Engagement ausgewählter Gemeinden möchten wir Ihnen folgend vorstellen.
 

Lendorf

Die Gemeinde setzt sich sehr für den Edelkrebs ein. Im Rahmen eines Hochwasserschutzprojektes wurde der Lendorfer Landschaftssee errichtet und mit unterschiedlichsten Biotopstrukturen ausgestattet. Dieser dient nun seltenen Pflanzen- und Tierarten wie dem Edelkrebs als wertvoller Lebensraum. Durch die Einschleppung der Krebspest, einer tödlichen Pilzinfektion, wurden die meisten heimischen Flusskrebsbestände vernichtet. In Kärnten gibt es nur noch einige wenige, nicht infizierte Bestände. Mit dem Landschaftssee wurde somit ein Edelkrebs-Genpool geschaffen, der mithilft diese besondere Tierart zu erhalten. Lendorf beherbergt auch ein botanisches Juwel, das man in Österreich nur hier findet: die Gelbe Alpenrose (Rhododendron luteum), auch Lendorfer Wunderblume genannt. Sie wächst auf einer Naturschutzbundfläche, die der Verein regelmäßig betreut.

Millstatt

Die Marktgemeinde Millstatt hat in der letzten Zeit unterschiedliche Initiativen gesetzt, um die Biodiversität zu erhalten und das Umweltbewusstsein zu steigern. So konnte im Schuljahr 2016 zum zweiten Mal der Schulwandertag im Rahmen von Flurreinigungen dazu genutzt werden, den Kindern bereits im jungen Alter die Bedeutung von Umweltschutz näher zu bringen. Dank einer engen Zusammenarbeit mit den Naturfreunden und dem Alpenverein wird in wichtigen Naherholungsräumen der Fokus auf die Eindämmung von Neophyten gelegt und auch entsprechende Informationsarbeit im sorgsamen Umgang mit nicht heimischen Pflanzen gesetzt. Zusätzlich wurde noch dafür Sorge getragen, dass Millstatt auf den Einsatz von Glyphosat im eigenen Wirktungsbereich verzichtet – ganz im Sinne des Vorsorgeprinzips und zum Wohle der Gesundheit, der Natur und der Bienen.

 

Lana/Südtirol

Auf der orographisch rechten Seite des Südtiroler Etschtales liegt die Gemeinde Lana. Einst bestand das gesamte Tal aus Tümpeln, Auwäldern und Mooren. Mitte des 20. Jhdts. lagen im Mündungsdelta der Falschauer bei Lana über 100 ha Land brach. Danach setzte die Industrialisierung ein, die das Gleichgewicht beinahe zum Kippen brachte. Ende der 1970er Jahre wurde deshalb das verbliebene Falschauerdelta in der Größe von 32 ha zum Biotop erklärt. Heute ist es Refugium für gefährdete Tiere sowie Lebensraum für über 230 Vogelarten, darunter 50 Brutvögel, für Amphibien, Nattern, Fische und Wasserinsekten. Die Gaulschlucht wiederum ist geprägt von blanken Felsen, Hopfenbuchen- Schluchtwäldern sowie feuchtliebenden Elementen, wie Winterlinde, Ahorn, Esche, Hasel, Roter Hartriegel, Pfaffenhütchen, einige Hochstauden, Moose und Farne.

Ihre Gemeinde

Ihre Gemeinde zeigt den Bürgerinnen und Bürgern, dass aktiver Einsatz für die Arten- und Lebensraumvielfalt die Lebensqualität in der Gemeinde hebt? Sie Planen Projekte oder haben schon welche umgestetzt? Dann werden Sie doch auch Mitglied im vielfaltleben-Gemeindenetz! (Download der Beitrittserklärung durch Klick auf das Bild) Wir freuen uns schon, bald auch Ihre Projekte hier vorstellen zu dürfen.   

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