Rechtliche Rahmenbedingungen für den Auenschutz

Der Schutz von Feuchtgebieten wird in den einzelnen Naturschutzgesetzen der Bundesländer geregelt. Eine wichtige Rolle spielt auch das EU-Naturschutzprogramm „Natura 2000“, dessen Vorgaben ebenfalls in der nationalen, bundesländerspezifischen Gesetzgebung verankert werden müssen. Auf Basis von EU-Vogelschutzrichtlinie und EU-Fauna-Flora-Habitatrichtlinie soll ein europaweites Schutzgebietsnetz eingerichtet werden, in dem Wasserlebensräumen eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Wasserrahmenrichtlinie

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRR), die Österreich ebenfalls umsetzen muss, bietet weitere Ansatzpunkte für den Auenschutz. Ihr Hauptziel ist das Erreichen eines „guten Zustands“ für alle Oberflächengewässer und das Grundwasser bis 2027. Sie fordert auch den Schutz und die Verbesserung des Zustands der direkt von den Gewässern abhängenden Landökosysteme und Feuchtgebiete im Hinblick auf deren Wasserhaushalt. Die WRRL basiert auf dem Ansatz einer einzugsgebietsweiten Bewirtschaftung mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Maßnahmenprogrammen und ihrer Umsetzung auf der Ebene der Wasserkörper. Mehr Informationen hier.

Ramsar

Ein weiteres internationales Übereinkommen zum Schutz von Wasserlebensräumen ist die Ramsar-Konvention. Die weltweit älteste Naturschutzkonvention ist bereits mehr als 40 Jahre alt. 163 Staaten haben bisher das Übereinkommen „zum Schutz und zur wohlausgewogenen Nutzung von Feuchtgebieten“ unterschrieben. www.ramsar.org

Gemeinsame Schutzbemühungen

Auen sind bedrohte Lebensräume, die immer seltener werden oder gar verschwinden – obwohl sie Zentren der Artenvielfalt sind und nicht nur im Hochwasserschutz eine entscheidende Rolle spielen. Ein gemeinsames Vorgehen zum Schutz der Auen ist also nötig und nicht zuletzt aufgrund internationaler Vorgaben auch dringend gefragt.

Auenschutz mit Strategie

Voraussetzung für eine gemeinsame Strategie sind Abstimmung, konstruktive Zusammenarbeit und gemeinsame Schwerpunkte im Auenschutz und -management in Österreich. Hier setzt das Projekt von Arge NATURSCHUTZ und dem Naturschutzbund an: In einem österreichweiten Netz sollen Grundlagen geschaffen werden für Schutz und nachhaltige Nutzung unserer letzten wertvollen Auen und zur Wiederherstellung bereits beeinträchtigter Gebiete. Mehr dazu in Kürze...

UN-Dekade der Biodiversität 2011-20

Die Vereinten Nationen wollen damit besonders auf die ökologische Bedeutung der biologischen Vielfalt hinweisen, deren vielfältigen sozialen, ökonomischen und kulturellen Nutzen sowie ihren Erholungs- und Ästhetik-Wert. Bis 2020 soll die Biodiversität weltweit gesichert werden! Die Mitgliedstaaten der Biodiversitätskonvention (CBD) haben beschlossen, dieses Ziel durch effektive und dringliche Maßnahmen zu erreichen. Mehr Informationen hier

vielfaltleben

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft hat gemeinsam mit dem Naturschutzbund und vielen weiteren Partnern wie den Bundesforsten eine Kampagne zum Schutz der Artenvielfalt ausgerufen und will damit Biodiversität in Österreich zum Thema machen. vielfaltleben will die Situation von gefährdeten Pflanzen und Tieren verbessern, Bewusstsein für Biologische Vielfalt schaffen und die Kräfte für die Lebensvielfalt bündeln. www.vielfaltleben.at

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