Neues Projekt: Wege zur Koexistenz von Mensch und Fischotter

Der Naturschutzbund arbeitet weiter intensiv an einer Versachlichung im Umgang mit seinem Wappentier, dem Fischotter.

© Robert Hofrichter

Bereits in den bisherigen Anstrengungen konnte der Naturschutzbund grundlegendes Wissen zum Fischotter vermitteln. In zwei vom Naturschutzbund organisierten Dialogforen war es in den vergangenen beiden Jahren möglich mit VertreterInnen betroffener Interessengruppen übereinstimmende Grundsätze zu finden. Unbestritten ist zum Beispiel, dass der Fischotter zum natürlichen Artenbestand Österreichs gehört und seine erfolgreiche Zunahme Ergebnis langfristiger Lebensraumverbesserungen und strenger Schutzbestimmungen ist.

Das kann aber nur der Anfang sein. Denn die Konflikte nehmen, wie zu beobachten ist, nicht ohne weitere Maßnahmen ab. In mehreren Bundesländern wird scheinbar der Abschuss von Fischottern als erstes Mittel der Wahl verstanden. Hier soll das neue Projekt „Wege zur Koexistenz von Mensch und Fischotter“ ansetzen.

Welche Maßnahmen gibt es, um Schäden am Fischbestand zu vermindern? Wie gehen die einzelnen Bundesländer mit dem Thema um? Diese und weitere Fragen rund um den Fischotter recherchiert und bearbeitet die Fachstelle Fischotter beim Naturschutzbund. Fachlich fundierte Informationen werden für alle nachvollziehbar, unter anderem auf www.fischotter.eu, veröffentlicht.

Als Herzstück des Projektes, das bis Ende Juni 2020 läuft, plant der Naturschutzbund eine Fachtagung. Sie richtet sich zum einen an die BehördenvertreterInnen der Bundesländer und des Bundes, die mit der Thematik befasst sind. Zum anderen auch an die Nachbarländer Bayern und Tschechien, deren Fischottervorkommen mit dem Österreichischen verbunden sind. Ziel der Tagung ist ein Erfahrungsaustausch, bei dem die bisher praktizierten Maßnahmen der Bundesländer im Umgang mit dem Fischotter und deren Erfolg erörtert und diskutiert werden. Eine begleitende Exkursion mit dem Fischotterexperten Dr. Andreas Kranz zu einem Beispielgewässer wird die Probleme und Lösungsmöglichkeiten den Teilnehmenden erlebbar machen.

Mit der Tagung trägt der Naturschutzbund zu einem faktenbasierten Austausch über das bereits vielerorts praktizierte Zusammenleben mit Fischottern bei.

Das Projekt wird mit Unterstützung von Bund und Europäischer Union im Rahmen des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ durchgeführt.

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