Ein Krokus blüht selten allein!

Die Initiative „Blühende Gemeinde“ – Krokusse für Bienen & Co im Zillertal

Diese Bienenschutzfonds-Initiative von | naturschutzbund | und dem Lebensmittelhändler Hofer war ursprünglich mit sieben bis acht Zillertaler Volksschulen geplant gewesen. Durch das gewaltige Echo wurden es dann 10 Volksschulen (Tux, Mayrhofen, Hart, Zell a. Z., Aschau, Ried i. Z., Ginzling, Stumm, Fügen, Kaltenbach) und 1 Kindergarten (Ginzling). Von den über 400 Kindern wurden im Herbst 2016 tausende biologische Krokuszwiebeln, exakt 15.100 Stück, gesetzt. Das Projektteam vor Ort bestand aus drei Imkern: Projektbetreuer Alexander Würtenberger sowie Heinrich Wurm und Walter Leo, die die Volkschulen besuchten und Kinder wie Lehrpersonen ins Bienenthema einführten.

Bereits 2015 initiierte das Projektteam erstmals das Projekt „Blühende Gemeinden“ mit Krokussen im Hinteren Zillertal. Auch damals wurden an die 15.000 Zwiebeln gesetzt. Im Frühling 2016 waren diese eine erste, wertvolle Nahrungsquelle für die Bienen, zu denen auch die Hummeln gehören. Das Projekt fand österreichweit Beachtung und wurde im Rahmen des Bienenschutzfonds fortgeführt.

Das Projekt lief nach einem bereits zu Beginn 2016 fixierten Zeitplan. Noch im Winter musste die große Menge Krokuszwiebeln bestellt werden, bevor im März darauf alle Schulen kontaktiert und danach die Termine fixiert werden konnten. Auch die Informationsmaterialien mussten in Angriff genommen werden. Gleich nach Schulbeginn im Herbst hielten die Imker ihre Info-Schulstunden ab, in den Naturparkschulen in Begleitung der Naturpark-Ranger. Für den Unterricht wurden zwei Bienenbücher in Klassenstärke angeschafft, welche seither kostenlos von den Schulen entliehen werden können.

Krokusfeste. Den ganzen Oktober 2016 über veranstaltete eine beteiligte Schule nach der anderen ein Krokusfest, bei dem die Blumenzwiebeln an die Schülerinnen und Schüler verteilt wurden und einige im öffentlichen Bereich gleich gepflanzt wurden. Etliche Bürgermeister konnten es einrichten dabei zu sein. Originelle Programme rund um die Krokusfeste – von Kindern gestaltete Einladungen, Bienen-Dekoration, Musikeinlagen, Gedichte, Theateraufführungen oder Honigverkostungen örtlicher Imker – machten jedes Fest zum Highlight.

Krokusblüte 2017. Nachdem pro Jahr an die 15.000 Zwiebeln verteilt und gepflanzt wurden, erblühen heuer im Zillertal dank der Initiative 30.000 Krokusse.

Die Informationsmaterialien – vom Bienenfolder bis zu Roll-ups – wurden sehr gut angenommen. Die Roll-Ups wurden über den Winter zwischengelagert und kamen dieses Frühjahr kurz vor der Krokusblüte bei den Schulen wieder zum Einsatz. Auch die Kapperl und T-Shirts waren sehr gefragt.

Das regionale mediale Echo war überwältigend! Es kam sogar ein Titelseitenbericht in die Zillertaler Heimatstimme (Regionalzeitung für das Zillertal). Außerdem sendeten Tirol TV und Zillertal TV Filmbeiträge. Für das Projekt wurde ein Film produziert, was ursprünglich vom Zeitaufwand und den Kosten gar nicht geplant war. Der Film wird über mehrere Homepages, soziale Medien, Bezirksversammlungen und Jahreshauptversammlungen der Imker/Naturpark/Naturschutzbund usw. beworben/präsentiert.

Fortsetzung. Mittlerweile gibt es aus etlichen Regionen Anfragen zum Projekt. Dank Hofer können wir das Krokusprojekt 2017 in der Steiermark in der Region Leoben mit weiteren Partnern und vielen Schulkindern fortsetzen. Näheres in Kürze.

Fakten: 1. Projektlaufzeit Jänner 2016-April 2017, 2. Projektlaufzeit: Jänner 2017-März 2018

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