30 Jahre Grünes Band: Grenzen trennen – Natur verbindet

© Alexander Schneider

2019 feiert das Grüne Band Geburtstag, wenn sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal jährt. Dieses Ereignis hat damals das Ende des Eisernen Vorhangs besiegelt, der bis dahin den Kontinent z.T. mit Wachtürmen und Minenfeldern trennte. Und noch im Wendejahr nahm das Jahrhundertprojekt „European Green Belt“ in Deutschland seinen Ausgang: Der tödliche Grenzstreifen sollte als Lebensader und lebendiges Denkmal, als "Grünes Band" quer durch Europa erhalten bleiben. Als National Focal Point setzt sich der Naturschutzbund seither dafür ein, das Grüne Band als Lebensader und lebendiges Denkmal zu erhalten. Österreich hat mit 1.200 km eine große Verantwortung für dieses Natur und Menschen verbindende Projekt.
 
Um das Green-Belt Jubiläum zu feiern, findet 19. August 2019 eine Festveranstaltung im Nationalpark Neusiedlersee statt, bei dem das für den Naturschutz in Europa so zentrale Projekt vorgestellt wird und wichtige Akteure zu Wort kommen.  Ein besonderes Datum, bekam doch der Eiserne Vorhang genau hier und genau vor 30 Jahren seinen ersten Riss: am 19. August 1989 beim Paneuropäische Picknick, einer Friedensdemonstration an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe Sopron. Mit Zustimmung ungarischer und österreichischer Behörden wurde damals ein Grenztor symbolisch für drei Stunden geöffnet werden. Zwischen 600 und 700 DDR-Bürger nutzten diese kurze Öffnung des Eisernen Vorhangs zur Flucht in den Westen.

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