Gefiederte Freunde in Not

Das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) hat im Mai 2026 eine Eurostat-Sonderauswertung zu Vogel- und Schmetterlingsbeständenvorgelegt. Das Ergebnis ist alarmierend! Zwischen den Jahren 2000 und 2024 sind die Bestände der häufigen Vogelarten in der EU um insgesamt 15,1 % eingebrochen.Bei den typischen Feld- und Wiesenbächen beträgt das Minus in diesem kürzeren Zeitraum sogar 32,1 %. Einzig bei den Waldvögel zeigen sich seit 2010 eine ganz langsame, leichte Erholung. Die Studie zeigt eindeutig, dass die intensive Landwirtschaft (durch Pestizide und Düngemittel) der Hauptgrund für das große Vogelsterben in Europa ist. Sie vernichtet die Insekten, die Vögel zum Fressen brauchen. Der Klimawandel folgt als weiterer, ernstzunehmender Faktor. Besonders deutlich zeigt sich die Erderwärmung im heurigen Sommer in Österreich, der als einer der heißesten und trockensten in die heimische Messgeschichte eingeht.

Mit historischen Höchstwerten von bis zu 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg wurde die magische Hitzemarke des Landes im August 2026 gleich mehrfach überschritten. Diese extremen und lang anhaltenden Hitzewellen setzen nicht nur der Landwirtschaft und der städtischen Bevölkerung massiv zu, sondern verändern auch die Naturräume in rasantem Tempo. Wenn Wasserstellen versiegen und Brutplätze schutzlos der prallen Sonne ausgesetzt sind, wird der Klimawandel für die heimische Vogelwelt endgültig zu einer akuten Überlebensfrage.

Um unseren gefiederten Freunden in dieser schweren Zeit beizustehen, schafft und erhaltet der Naturschutzbund mit viel Herzblut Lebensräume – und mit Ihrer wertvollen Hilfe können wir beispielsweise folgende wichtige Aktivitäten für den Vogelschutz verwirklichen.

STEIERMARK: Neue Heimat für die Flussseeschwalben

© Andreas Tiefenbach


Ein großer Erfolg: An unserem westlichen Kiessee im Biosphärenpark Steirische Grenzmur brüten dank einer neuen Steilwand bereits fleißig Ufer-schwalben (Riparia riparia). Jetzt wollen wir das nächste Naturwunder ermöglichen! Am zweiten, kleineren Kiessee planen wir zwei schwimmende Brutinseln für Flussseeschwalben (Sterna hirundo). Die sind extrem wählerisch bei der Wohnungssuche. Die schwimmenden Inseln bieten ihnen den perfekten Schutz vor Feinden und Hochwasser, um ihre Küken sicher großzuziehen.

Für den Bau und die Verankerung dieser wertvollen Nisthilfen brauchen wir Ihre Unterstützung. Danke, dass  Sie uns mit Ihrer Spende bei der Verwirklichung der schwimmenden Brutinseln unterstützen.

NIEDERÖSTERREICH: Vogelkartierung Feuchte Ebene

© Hans Glader


Die „Feuchte Ebene“ südlich der Donau ist ein echtes Natur-wunder. Mitten im trockenen Wiener Becken sprudelt hier wertvolles Grundwasser an die Oberfläche. So entstand eine einzigartige Landschaft aus Mooren, Auwäldern und den berühmten Pischelsdorfer Wiesen. Heute sind diese Feuchtwiesen das letzte Refugium für bedrohte, bodenbrütende Vögel wie den Kiebitz und den  Großen Brachvogel. Sogar seltene Kaiseradler ziehen hier ihre Kreise. Doch dieses Paradies ist in Gefahr  und braucht dringend unseren Schutz!

Mit einer großen Untersuchung wollen wir die Vogelwelt genau erfassen, um Schutzmaßnahmen gezielt anzupassen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Vielen Dank für Ihr Unterstützung!

OBERÖSTERREICH: Der Wiedehopf in Streuobstwiesen

© Herbert Luger


Was 2019 mit wenigen Einzelbruten begann, ist heute ein echter Naturschutz-Erfolg! Dank unseres unermüdlichen Einsatzes hat sich in Oberösterreich – vor allem im Mühlviertel – eine eigene Teil-population des Wiedehopfs gebildet. Das ist eine der positivsten Entwicklungen unserer Brutvogelfauna seit Jahren! Die Klimaerwärmung hat diesen Trend begünstigt. Ein Erfolg mit ei-nem kleinen Nachgeschmack – doch der wunderschöne Wiedehopf kann nichts für den Klimawandel. Er braucht jetzt unseren Schutz, um langfristig bei uns zu überleben. Um diesen Aufwärtstrend im nächsten Jahr zu sichern, wollen wir die bestehenden Hotspots im Mühlviertel gezielt mit neuen, sicheren Nistplatzmöglichkeiten aufwerten. Dafür benötigen wir dringend finanzielle Mittel.

Bitte unterstützen Sie den Wiedehopf mit Ihrer Spende und schenken Sie ihm eine sichere Zukunft in Oberösterreich.

 

OBERÖSTERREICH: Greifvogel- und Eulenschutzstation

© Othmar Ortner


Was 2019 mit wenigen Einzelbruten begann, ist heute ein echter Naturschutz-Erfolg! Dank unseres unermüdlichen Einsatzes hat sich in Oberösterreich – vor allem im Mühlviertel – eine eigene Teil-population des Wiedehopfs gebildet. Das ist eine der positivsten Entwicklungen unserer Brutvogelfauna seit Jahren! Die Klimaerwärmung hat diesen Trend begünstigt. Ein Erfolg mit ei-nem kleinen Nachgeschmack – doch der wunderschöne Wiedehopf kann nichts für den Klimawandel. Er braucht jetzt unseren Schutz, um langfristig bei uns zu überleben. Um diesen Aufwärtstrend im nächsten Jahr zu sichern, wollen wir die bestehenden Hotspots im Mühlviertel gezielt mit neuen, sicheren Nistplatzmöglichkeiten aufwerten. Dafür benötigen wir dringend finanzielle Mittel.

Bitte unterstützen Sie den Wiedehopf mit Ihrer Spende und schenken Sie ihm eine sichere Zukunft in Oberösterreich.

 

VORARLBERG: Vogelschutz im Ländle

© Hans Glader


Seit 1999 kämpft der Naturschutzbund Vorarlberg unermüdlich gegen das Aussterben unserer bedrohten Vögel. Großer Brachvogel und Kie-bitz finden in der Kulturlandschaft Vorarlbergs kaum noch Platz. Durch gezielte Renaturierung und aktiven Gelegeschutz bewahren wir sie aber vor dem Verschwinden.
Auch für die seltene Flussseeschwalbe gibt es Hoffnung: Dank spezieller Brutflöße und jährlicher Pflegeeinsätze konnten wir ihre Bestände in den letzten Jahren bereits stark steigern!

Doch dieser Erfolg ist kein Selbstläufer. Um Bruten zu schützen und Lebensräume zu erhalten, brauchen wir Ihre Hilfe. Bitte spenden Sie heute – für eine lebendige Vogelwelt in Vorarlberg!

BURGENLAND: Nistkästen der Vielfalt

© Klaus Michalek


In Kooperation mit der Gutsverwaltung Draskovich – Naturmanagement Güssing brachte der Naturschutzbund Burgenland in den Jahren 2024 und 2025 künstliche Nistplätze für Meisen, Kleiber, Halsbandschnäpper und viele andere Höhlenbrüter im Punitzer Wald an. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Schulen in Güssing wurden geeignete Standorte für die Nistkästen ausge-wählt und anschließend installiert. Als Standorte kamen unter anderem kleinflächige Fichtenbestände infrage. Über 700 Nistkästen wurden so installiert.

Für die regelmäßige Betreuung, Kontrolle und Instandhaltung der Nistkästen ist eine langfristige Finanzierung erforderlich. Danke, dass Sie uns dabei mit Ihrer Spende unterstützen.

.