Mit Naturfreikauf Lebensräume retten

Im Laufe seiner 100jährigen Geschichte konnte der Naturschutzbund bereits 1.870 schutzwürdige Lebensräume im Ausmaß von mehr als 16 Mio. m² in seine Obhut nehmen. Sie sind einmalige Juwelen unserer Natur- und Kulturlandschaft, die zu Überlebensinseln für gefährdete Tier- und Pflanzenarten wurden. Kauf oder Pacht ist oft der einzige dauerhafte Weg, diese wertvollen Lebensräume vor der Zerstörung zu bewahren. Denn nur als Besitzer kann der Naturschutzbund den bestmöglichen Schutz von Naturflächen garantieren.

Jetzt braucht es rasche Unterstützung! Mit Ihrer Spende auf IBAN: AT74 6000 0501 1014 0425 können wir die folgenden bedrohten Naturoasen ankaufen und dauerhaft retten:

Iriswiese Lafnitztal

© Johannes Gepp

Das Lafnitztal ist durch den mäandrierenden Fluss Lafnitz die letzte Tieflandregion Mitteleuropas mit einem noch selbst furkierenden Flusssystem. Dementsprechend sind im Gebiet fossile Altarme die Ursache für mosaikartig verteilte Feuchtlinsen. Dort kommen bei entsprechender naturnaher Bewirtschaftung besondere Pflanzenarten, wie etwa die Sibirische Schwertlilie vereinzelt und etwas häufiger die Gelbe Schwertlilie vor und daneben auch Wiesenknopfpflanzen.

Von den Wiesenknopfpflanzen sind die EU-Schmetterlingsarten Dunkler und Heller Ameisenbläuling abhängig. In der Region ist -durch das Vorhandensein eines Europaschutzgebietes -noch eine großflächige Metapopulation vorhanden. Allerdings sind die Düngergaben in der Region stellenweise hoch. Aus diesem Grunde muss die zu rettende Fläche einer Aushagerung und einer Strukturbereicherung zugeführt werden. Daher wird es notwendig sein, zur Aushagerung der Flächen anfangs 2-3-mal pro Jahr zu mähen, später 1-2-mal jährlich. Bei 2-maliger Mahd wäre eine zu Mitte des Sommers und zu Ende des Septembers notwendig, ansonsten besser 1 Mahd etwa um die 2. Septemberwoche.

Mittelfristiges Ziel ist die Vermehrung der oben erwäjnten Feuchtgebietspflanzen um für die EU­geschützten Schmetterlingsarten verbesserte und langfristige Lebensbedingungen zu schaffen. Möglicherweise wird es auch günstig sein, in der Region verteilt, Flachwassertümpel anzulegen in deren Randbereich die entsprechenden Feuchtgebietslinsen sich allmählich entwickeln können.

Benötigte Spendenmittel: € 18.000

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