Nass & feucht sind die produktivsten Ökosysteme

Feuchtgebiete und Seen gehören zu den ökologisch wertvollsten Lebensräumen in Europa und gleichzeitig zu denen, die am meisten gefährdet sind. Lange Zeit galten sie als störend für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden zwei Drittel der europäischen Feuchtgebiete zerstört. Sie wurden ausgetrocknet, um Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung zu gewinnen oder als Abwasserbecken und Müllkippe missbraucht. Die noch vorhandenen Feuchtgebiete sind durch die Einleitung von Abwässern und Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft stark gefährdet.

Bei kaum einem anderem natürlichem Lebensraum mussten in den letzten Jahrzehnten derartige Flächenverluste hingenommen werden. Als Ursachen dieser Entwicklung sind vor allem wasserbauliche Maßnahmen, energiewirtschaftliche Nutzung, Entwässerung, Verbauung, Müllablagerungen, Eutrophierung, Nutzungsänderung und intensive Freizeitnutzung zu nennen. Feuchtgebiete zählen zu den produktivsten Ökosystemen überhaupt; in keinen anderen Lebensräumen findet man eine derartige Artenvielfalt und Individuendichte. Als ökologische Zellen tragen sie zur Stabilisierung des Naturhaushaltes bei und verbessern auch das Kleinklima wesentlich.

Mit Ihrer Spende möchten wir Feuchtgebiete und ihre Bewohner in Österreich schützen und erhalten. Danke, dass Sie uns dabei unterstützen!

Revitalsierung eines Teichs in den Pischelsdorfer Fischawiesen

© Naturschutzbund Niederösterreich


Die im Wiener Becken zwischen den Flüssen Fischa und Leitha gelegenen Wiesen sind Reste der einstmals ausgedehnten Wiesenlandschaften der Feuchten Ebene. Diese außergewöhnliche Landschaft zählt zu den artenreichsten Biotopkomplexen Österreichs. Auf den erhöhten Bereichen hat sich ein Halbtrockenrasen etabliert, während in den
feuchten bis nassen Senken Feuchtwiesengesellschaften wie etwa die Pannonische Pfeifengraswiese gedeihen. Die Pischelsdorfer Fischawiesen sind u.a. von großer Bedeutung für Großen Brachvogel, Kiebitz, Braunkehlchen und Beutelmeise. Auch zahlreiche Amphibien kommen im Gebiet vor. Die ansonsten gefüllten Senken stehen in den vergangenen
Jahren nur mehr selten und nur für kurze Zeit unter Wasser.

Mit Ihrer Spende möchten wir den an das Gebiet angrenzenden Landschaftsteich integrieren. Durch das Anlegen einer Flachwasserzone und damit dem Öffnen des Teichs in Richtung Wiesen wird er für die Feuchtwiesenarten nutzbar.

Lebensraum für Storchschnabelbläulinge

© Margit Groß


Am östlichen Rand des Waldviertels nahe Maissau liegt die 18 ha große Schleinitzbachniederung, ein artenreicher Feuchtwiesenkomplex. Die Wasserversorgung des Naturschutzgebietes hat sich in den vergangenen Jahren zunehmenden verschlechtert. Drainagen rund um das Gebiet führen dazu, dass die Wiesen zunehmend austrocknen und auch verbrachen. Es ist dringend nötig, Maßnahmen zur ausreichenden Versorgung mit Wasser zu ergreifen. Dazu ist eine Machbarkeitsstudie geplant, die sowohl die technische Umsetzbarkeit und die rechtlichen Bedingungen prüft, als auch die Akzeptanz der Anrainer/Landwirte für mögliche Maßnahmen sowie das Einverständnis der betroffenen Grundbesitzer zu erreichen sucht. Die erarbeiteten Maßnahmen sollen in einem Folgeprojekt umgesetzt werden.

Mit Hilfe Ihrer Spende wollen wir Feuchtwiesen wieder herstellen, um den Lebensraum für den Storchschnabelbläuling, den Kiebitz und die Feuchtwiesen- Prachtnelke zu vergrößern und zu verbessern.

 

Entschärfung von Viehsperren als Amphibienfallen

© Willi Schwarzenbacher


Viehsperren, sind für Weidetiere wie Rinder oder Schafe auf den Almen ein schwer zu überwindendes Hindernis, da die Tiere darauf keinen festen Tritt finden. Diese werden aber für Amphibien – aber auch andere Kleintiere – auf ihren Wanderungen immer wieder zu tödliche Fallen. Solche Sperren alten Typs, wie sie noch vielerorts bei Alm- und Güterwegen existieren, enthalten nämlich keine Ausstiege, so dass Tiere, die durch die Gitterroste gefallen sind, oft in ihrem Verlies verenden. Der Mediziner und Umweltschützer Willi Schwarzenbacher hat sich daher vorgenommen, eine Sanierung dieser Schwachstellen, die aus Natur- und Tierschutzsicht längst beseitigt gehörten, rasch voranzutreiben. Gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern, dem Land Salzburg, dem Naturschutzbund Salzburg und weiteren Partnern, sollen nun Lochbleche derart in die alten Viehsperren eingebaut werden, dass sie einen Ausstieg für die darin gefangenen Tiere ermöglichen. Somit kann ein qualvolles Verenden vieler Tiere ganz einfach ohne viel Aufwand verhindert werden.

Bitte unsterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, um möglichst alle Problemstellen im Land Salzburg zu erfassen und die hilfreichen Einbauten vornehmen zu können.

 

Lebensräume und Rastplätze rund um die Koaserin

© Josef Limberger


Das Naturschutzgebiet Koaserin bei Peuerbach ist ein rund 30 ha großes Sumpf- und Feuchtwiesengebiet und bekannt für seinen Artenvielfalt: Über 90 verschiedene Vogelarten, darunter auch seltene wie Bekassine, Braunkehlchen und Kiebitz, konnten hier bereits nachgewiesen werden. Auch Biber und Fischotter sowie verschiedene Amphibienarten sind hier heimisch. Die Koaserin befindet sich im Besitz des Naturschutzbundes Oberösterreich.

Um Wat- und Wasservögeln, aber auch den Amphibien, wieder einen geeigneten Lebensraum und Rastplatz zu schaffen, wollen wir mit Ihrer Spende am Südrand des Gebiets eine vor mehreren Jahren angelegte und mitterweile verlandete Flachwasserstelle revitalisieren.

 

 

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