Artenvielfalt für uns und kommende Generationen

Unsere Artenvielfalt ist in Gefahr. Insgesamt sind heute in Österreich 4.000 Tier- und Pflanzenarten bedroht. Der Naturschutzbund kämpft seit Jahrzehnten dafür, Pflanzen und Tieren wieder geeignete (Überlebens-) Bedingungen zu schaffen und damit die Artenvielfalt zu erhalten. Denn einmal ausgestorbene Tiere oder Pflanzen sind meist für immer verloren!

Schon seit 105 Jahren setzt sich der Naturschutzbund für den Schutz bedrohter Arten und deren Lebensräume in Österreich ein. Als Anwalt der Natur sind wir heute mehr denn je gefordert, auf Bedrohungen zu reagieren - z.B. mit unseren zahlreichen Artenschutzprojekten, Folgend finden Sie eine kleine Auswahl. Wir können eine reiche Tier- und Pflanzenwelt für uns und kommende Generationen erhalten - mit Ihrer Hilfe! 

Bergmolch in Salzburg

© shutterstock/Bildagentur Zoonar GesmbH


In unserer Kulturlandschaft gehen langsam aber merklich wertvolle Strukturen verloren, seien es Lebensräume wie Hecken, Flurgehölze, Wegraine oder Blühflächen, aber auch viele Klein- und Kleinstgewässer wie Tümpel und Gräben. Somit wird es sogar für ehemals häufige Arten wie den Bergmolch und Grasfrosch „eng“ und die Populationen nehmen sukzessive ab. In einer gemeinsamen Initiative von Naturschutzbund, Biotopschutzgruppen, Amphibien-Experten und öffentlichen Stellen sollen nun im Land Salzburg im Einvernehmen mit Grundeigentümern Biotope verbessert werden. Dank Ihrer Spende können neue Laichgewässer angelegt werden. Im Zuge des Projekts wollen wir auch erheben, wo die Schaffung von Kleingewässern konkret möglich ist.

Wiedehopf in Niederösterreich

© pixabay


In Niederösterreich ist der Bestand des Wiedehopfs auf wenige, teils nur mehr unbeständige Vorkommen zurückgegangen. Wie unsere bisherigen Schutzmaßnahmen gezeigt haben, kann mit dem Anbringen von richtigen Nistkästen in einer geeigneten Umgebung viel für diesen Vogel getan werden. Einige unserer Naturschutzflächen entlang der Thermenlinie südlich von Wien im Bereich des Naturschutzgebiets Glaslauterriegel- Heferlberg-Fluxberg (Gemeinde Pfaffstätten) und ehemalige Weingärten im Bereich des Tieftal (Gemeinde Gumpoldskirchen) bieten sich als passende Lebensräume für den Wiedehopf an. Mithilfe Ihrer Spende können wir geeignete Nistkästen anschaffen und montieren.

Smaragdeidechse im Burgenland

© Manfred Fiala


Die Smaragdeidechse hat im Mittelburgenland nur noch ein gut besiedeltes Vorkommen: im Bereich von Neckenmarkt - Ritzing. Auch sie ist gefährdet, weil ihr Lebensraum zerstört wird. Vor allem die Verbuschung, also das Zuwachsen der halboffenen Landschaften und das Verschwinden von artenreichen Wald- und Gehölzrändern macht der schillernden Echse zu schaffen. Gerade zur Paarungszeit sind die bis zu 40 cm großen Männchen mit ihren leuchtend blauen Kehlen besonders schön anzuschauen. Mit Ihrer Spende können wir den Lebensraum dieser Tiere aufwerten und ihren Bestand mit wissenschaftlicher Arbeit begleiten und schützen.

Urforelle in Kärnten

© Klaus Kugi


In Kärnten kümmern wir uns schon seit vielen Jahren erfolgreich um Edelkrebs, Bachforelle und Co. Denn mit der Einfuhr von amerikanischen Regenbogenforellen und Signalkrebsen vor vielen Jahrzehnten wurde unsere heimische Wasserwelt arg in Bedrängnis gebracht wie z.B. die seit rund 10.000 Jahren in unseren Bergbächen lebende autochthone Donau stämmige Bachforelle, die so genannte „Urforelle“. Wir haben Bäche mit letzten Vorkommen nun gepachtet und züchten die schönen Fische nach, um sie dann in geeigneten Gewässern in freier Natur wieder anzusiedeln. Mit Ihrer Spende können wir weiter Urforellen nachzüchten und wiederansiedeln und damit die heimische Artenviefalt zu stärken.

Käfer in Oberösterreich

© Josef Limberger


Biotopbäume sind Lebensraum zahlreicher, oft schon sehr seltener Käferarten, die sich durch ihre interessanten Lebensweisen und auch durch ihre Schönheit auszeichnen. Mit Ihrer Spende können wir Aufklärungsarbeit leisten und auch alte Obstbäume und Eichen pachten oder ankaufen. Das soll das Überleben gefährdeter Käferarten wie z. B. das des abgebildeten Veränderlichen Scharrkäfers sichern.

Biber in der Steiermark

© Leopold Kanzler


Am steirisch-burgenländischen Fluss Lafnitz bei Unterrohr haben Biber einen Nebenbach aufgestaut. Dadurch entstanden kleine Staugewässer mit tiefen „Dumpfen“ und das Wasser reicht bis in angrenzende Wiesen. Da auch Maisäcker randlich von den „Biberstauseen“ erreicht werden, kann es hier aber zu Konflikten kommen. Mit Ihrer Spende möchten wir diese Flächen ankaufen oder pachten, damit die Biber hier ihren Lebensraum wieder optimal gestalten können!

Flussseeschwalbe in Vorarlberg

© Hans Glader


Die Flussseeschwalbe ist in Österreich vom Aussterben bedroht. Ihre natürlichen Brutplätze sind vegetationsarme Kies- und Sandbänke in naturnahen Flüssen. Diese sind im Laufe des 20. Jahrhunderts durch Flussregulierungen sehr selten geworden. Heute ist diese elegante Vogelart auf künstliche Niststandorte und gezielte Artenschutzprogramme angewiesen. Aufgrund unserer langjährigen Bemühungen befindet sich im Vorarlberger Rheindelta die größte Flussseeschwalben- Brutkolonie Österreichs. Wir betreuen die Brutflosse und erneuern sie bei Bedarf. Mit Ihrer Spende können wir zehn Brutflosse an Land ziehen und über den Winter reparieren. Zur Brutsaison 2019 werden diese dann wieder an der Rheinmündung platziert und verankert werden.

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