| naturschutzbund | Österreich - über 100 Jahre im Einsatz für die Natur

Wer kann sich heute ein Wien ohne Wienerwald, ein Österreich mit Atomkraft, Alpen ohne Nationalpark Hohe Tauern oder trockene Krimmler Wasserfälle vorstellen? Viele unserer Naturjuwele sind nur durch den beharrlichen Einsatz und die unermüdliche Arbeit des Naturschutzbundes erhalten geblieben. Seit über 100 Jahren kämpfen seine ehrenamtlichen Mitarbeiter um die Erhaltung von Österreichs Naturjuwelen. Unterstützt werden sie dabei von einer professionellen Bundesgeschäftsstelle und Geschäftsstellen in allen Bundesländern.

Als Anwalt der Natur ist der Naturschutzbund heute mehr denn je gefordert, auf Bedrohungen zu reagieren und aktive Naturschutzprojekte jeder Größenordnung zu initiieren.

Raum zum Leben

Viele unserer Nationalparks gehen auf Initiativen des Naturschutzbundes zurück. Österreichs Nationalparks haben es sich zur Aufgabe gemacht, ausgewählte, repräsentative Gebiete Österreichs - vom höchsten Gipfel, dem Großglockner, bis zu den Tiefebenen an der ungarischen Grenze - dauerhaft zu schützen. Der Naturschutzbund war an der Einrichtung all dieser Nationalparks beteiligt, meist ist ihre Entstehung auf seine Initiativen und jahrelangen Bemühungen zurück gegangen. Den nachfolgenden Generationen ein Stück ungenutzter Natur, ja sogar Wildnis zu vererben und gefährdeten Arten Raum zum Leben zu geben, ist der Gedanke, der den Naturschutzbund dabei leitet.

Forschen und Fördern

Die Naturschutzakademie liefert die wissenschaftliche Basis. Naturschutz ohne entsprechende wissenschaftliche Basis ist undenkbar. Noch immer wissen wir zu wenig über die Verbreitung von Arten und warum Biotope gefährdet sind. Kartierung, Monitoring, komplexe Untersuchungen, die Erforschung der Lebensraumansprüche und Abhängigkeiten sind deshalb dringend notwendig, um fundierte Schutzkonzepte ausarbeiten und umsetzen zu können. Der Naturschutzbund kann dabei auf das Fachwissen und die Erfahrung der Experten seiner Naturschutzakademie zurückgreifen. Die Wissenschafter aus allen Fachbereichen stellen so eine Verbindung zwischen Forschung, Lehre und der täglichen Naturschutzpraxis her.

Österreich - Artenreich

Die Erhaltung der Artenvielfalt für uns und kommende Generationen ist zentrales Anliegen. Unsere Artenvielfalt ist in Gefahr. Insgesamt sind heute in Österreich 4.000 Tier- und Pflanzenarten bedroht. Der Naturschutzbund kämpft seit Jahrzehnten dafür, Pflanzen und Tieren wieder geeignete (Überlebens-) Bedingungen zu schaffen und damit die Artenvielfalt zu erhalten. Einmal ausgestorbene Tiere oder Pflanzen kann man nicht wieder "neu machen". Doch die Erfolge unserer Arbeit für Schachblume, Bienenfresser, Schleiereule, Laubfrosch & Co geben Anlass zur Hoffnung, aber sie zeigen auch: Es gibt noch viel zu tun!

Gemeinsam aktiv

Konstruktive Zusammenarbeit als Rezept zum Erfolg. Neue Partnerschaften und die rege Diskussion mit Organisationen, Ämtern und Nutzergruppen sind die Basis für ganzheitlichen Naturschutz. Oft kann nur durch das Einbinden möglichst vieler ein Interessensausgleich getroffen und eine tragfähige Lösung gefunden werden. Dem Naturschutzbund ist es bei seinen Kooperationsprojekten immer wieder gelungen, durch konstruktive Arbeit alle Betroffenen ins Boot zu holen und so erfolgreich gemeinsame Ziel zu erreichen. Heckenprojekt, "Baumpension" und "WasSerleben" sind Beispiele gelungener Zusammenarbeit.

Vor Ort vertreten

Interessensvertretung vor Ort ist eine der Stärken des Naturschutzbundes Für einen Anwalt der Natur ist es wichtig, rasch und unbürokratisch einzugreifen und zu unterstützen. Eine Aufgabe, die der Naturschutzbund durch seine föderalistische Struktur optimal wahrnehmen kann. Von Bachsäuberungsaktionen über die Verhinderung von naturzerstörerischen 'Mega'-Projekten bis zur Betreuung von Amphibienwanderstrecken. Von kleinsten bis zu überregionalen Projekten sind in ganz Österreich Orts-, Bezirks- und Landesgruppen des Naturschutzbundes im Einsatz, um Natur zu retten.

Natur in unserer Hand

Naturschutzbund -Grundstücke: Überlebensinseln für bedrohte Tiere und Pflanzen. Eine Strategie des Naturschutzbundes zur Erhaltung wertvoller Lebensräume ist es, Grundstücke zu pachten oder zu kaufen und sie vor der Zerstörung zu retten. So konnten über 1.000 ökologisch wertvolle Gebiete gekauft und meist auch gezielte Verbesserungen in diesen Biotopen vorgenommen werden. Keine andere Naturschutzorganisation hat die Verantwortung für so viele schutzwürdige Flächen übernommen. Das Management und die Pflege dieser Oasen der Artenvielfalt ist oft aufwändig und schwierig und gehört zum "Routinegeschäft" der Naturschutzbund-Landesgruppen.

Bedroht! - Gerettet?

Die Sicherung der bestehenden Fischotterbestände ist oberstes Ziel. Bis vor einigen Jahrzehnten war der Fischotter beinahe ausgerottet. Seine Bestände in Österreich gehören zu den letzten in Mitteleuropa. Doch auch bei uns ist seine Existenz gefährdet, geeignete Lebensräume fehlen oder sie können vom Otter nicht erreicht werden. Und noch immer werden Tiere getötet. Deshalb kämpft der Naturschutzbund auch weiterhin für sein bedrohtes Wappentier: Die Erhaltung und Neuschaffung naturnaher und strukturreicher Bäche und Flüsse ist dabei zentrales Anliegen. In beinahe jedem Bundesland wurden Schutzgebiete als Überlebensinseln gekauft oder gepachtet. Großflächige Gewässerlandschaften zu erhalten und deren Verbindung wiederherzustellen ist die Herausforderung der Zukunft.

Motivieren und Begeistern

Abenteuer Natur gemeinsam erleben, die önj macht's möglich. Die Faszination des Lebendigen und die Freude an der Natur zu vermitteln sieht der Naturschutzbund seit fast einem Jahrhundert als seine Aufgabe an. Seine Jugendorganisation, die Österreichische Naturschutzjugend - önj hat schon Generationen von Menschen mit Enthusiasmus, Lebensfreude und Liebe zur Natur angesteckt. Zehntausende Jugendliche haben in ganz Österreich an unvergesslichen Lagern, Tauchfahrten und Exkursionen teilgenommen. Daneben wurden zahlreiche ökologisch wertvolle Landschaften angekauft, viele Artenschutzprojekte erfolgreich durchgeführt und so der Naturschutzgedanke in jungen Menschen gefördert.

Mit neuer Energie in die Zukunft

Erneuerbare Energieträger sind unsere Zukunft. Der Naturschutzbund kämpft dafür. Das Ende der Nutzung fossiler und atomarer Energieträger ist nur eine Frage der Zeit, die Nutzung der Energie von Biomasse, Wind, Wasser und Sonne die einzige Alternative mit Zukunft. Deshalb setzt sich der Naturschutzbund intensiv für die Förderung erneuerbarer Energieträger ein. Die Sonnenscheinkampagne - entstanden auf Initiative desNaturschutzbundes Vorarlberg - ist ein Erfolgsmodell für Bürgerbeteiligung und hat einen wahren Solarboom im Ländle ausgelöst. Eine eigene Arbeitsgemeinschaft, die Arge Biogas, widmet sich der innovativen Biogastechnologie und ist unabhängige Interessensvertretung.

Ohne Ihre Hilfe wird es nicht gehen!

Eine reiche Tier- und Pflanzenwelt für uns und kommende Generationen - mit Ihrer Hilfe! Der Naturschutzbund will die Natur wirkungsvoll schützen, als unersetzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere - und den Menschen. Seit 100 Jahren setzt er sich für den Schutz bedrohter Arten und deren Lebensräume ein. Großer ehrenamtlicher Einsatz einerseits und die finanzielle Unterstützung vieler Menschen andererseits sind nötig, dauerhaft und wirkungsvoll Naturlebensräume zu sichern und deren Pflanzen und Tiere überleben zu lassen.

 
Der Naturschutzbund hat viel erreicht und noch viel mehr vor. Denn unsere Zukunft hängt von der langfristigen Erhaltung und dem Schutz der Natur ab. Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen!
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