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Natur des Jahres

Mit der Ernennung von verschiedenen Organismen möchte man Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum schaffen und unter anderem auf Gefährdungen aufmerksam machen. Dabei kommt es vor, dass Arten für den deutschen Sprachraum gewählt werden oder sich einzelne Arten - je nach vorherrschender Thematik - auch zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden.

An der Wahl zur Art des Jahres sind je nach Organismengruppe unterschiedliche Organisationen beteiligt. Die Nominierung einer Art erfolgt nicht zwangsläufig zu Jahresbeginn.

Fledermaus des Jahres

2016: Fledermaus des Jahres (Nyctalus noctula)

Die Fledermaus des Jahres 2016: der Abendsegler (Nyctalus noctula). © Branko Karapandža

Die über 30 Partnerorganisationen von BatLife Europe haben den Abendsegler zur Fledermaus des Jahres 2016 gewählt. Dieser steht somit im Fokus von Schutzbemühungen und –projekten sowie der Öffentlichkeitsarbeit im heurigen Jahr.

 

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Blume des Jahres

2016: Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris)

Wiesen-Schlüsselblume © A. Jahn / Loki Schmidt Stiftung

Der | naturschutzbund | hat die Wiesen-Schlüsselblume zur Österreichischen Blume des Jahres 2016 ernannt um damit auf die bedrohten Lebensräume der sonnigen, eher trockenen Wiesen und lichten Wälder auf kalkhaltigen Böden aufmerksam zu machen. Die satt gelben Blüten schmücken zur Osterzeit in vielen Gegenden Wiesen, Wegränder und Böschungen. Sie gelten als Frühlingsboten.

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Flechte des Jahres

2016: Heideflechte (Icmadophila ericetorum)

Heideflechte © Wolfgang von Brackel

Die Heideflechte ist mit ihrem weißlichen Thallus, der mehrere Quadratdezimeter groß werden kann, und den rosa Fruchtkörpern eine auffällige Art. Dennoch wird sie vielen Wanderern noch nicht begegnet sein, da sie sich wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber Nährstoffen weitgehend in die Gebirge zurückgezogen hat.

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Moos des Jahres

2016: Magellans Torfmoos (Sphagnum magellanicum)

Magellans Torfmoos © Heike Hofmann

Das Mittlere oder Magellans Torfmoos ist mit seinen großen, tief purpurroten Bulten sicher eines unserer schönsten Torfmoose. Es ist in Mitteleuropa weit verbreitet, jedoch auf Hochmoore, Hochmoorheiden und -wälder beschränkt.

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Streuobstsorte des Jahres

2016: Gute Graue

Gute Graue © Arge Streuobst

Streuobstbestände sind vielfältige und unersetzliche Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. In den Streuobstgärten wird die traditionelle Obstsortenvielfalt erhalten und sie liefern wertvolles Tafel- und Verarbeitungsobst. Mit der „Streuobstsorte des Jahres“ wird eine Sorte stellvertretend für alle gefährdeten Obstarten ins Rampenlicht gerückt. Die Tafelbirne „Gute Graue“ ist die Botschafterin der Vielfalt für 2016.

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Fisch des Jahres

2016: Elritze (Phoxinus phoxinus)

Elritzen © Gert Richter

Nicht der Schönste, Größte und Beste verdient die Wahl zum Fisch des Jahres. Nach diesen Kriterien hätte es die Elritze wohl nicht geschafft. Kaum fingerlang groß zählt sie heute trotz ihrer „schlauen“ Überlebenstaktiken zu den gefährdeten Fischarten. Der Fisch des Jahres dient als Botschafter für unsere bedrohte Fischartenvielfalt. 

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Insekt des Jahres

2016: Dunkelbrauner Kugelspringer

Dunkelbrauner Kugelspringer @ Alexander Stark / Ampyx-Verlag

Der Dunkelbraune Kugelspringer ist das Insekt des Jahres 2016. Mit 4 mm Größe ist er ein Winzling, aber einer der größeren Exemplare der Gruppe der Springschwänze, zu denen er gehört. Er ernährt sich von Algen, die er von Rinden lebender Bäume abgrast und auch von Baumstümpfen, auf denen man sie bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit sehen kann. Er kommt häufig vor.

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Lurch / Reptil des Jahres

2016: Feuersalamander (Salamandra salamandra salamandra)

Feuersalamanderweibchen @ Martina Winkler

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra salamandra) ist durch seine spektakuläre schwarz/gelb Färbung sicherlich der bekannteste Lurch in Europa. Obwohl er europaweit verbreitet ist, zeigt er in vielen Regionen einen rückläufigen Bestandstrend. Aufgrund eines neu entdeckten Chytrid-Pilzes kam es teilweise zu Populationseinbrüchen. 

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Nutztierrasse des Jahres

2016: Mangaliza

Mangalitzerferkel © Siegfried Rathner

Das Mangaliza Schwein ist ein typisches mittelgroßes Weide- und Fettschwein mit ausgezeichneter Fleisch- und Fettqualität. Ausgewachsene Muttersauen weisen eine Widerristhöhe von 70 bis 80 cm auf, das Lebendgewicht beträgt 100 bis 125 kg. Die Anlage von fünf Zitzenpaaren ist erwünscht.

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Pilz des Jahres

2016: Safrangelber Weichporling (Hapalopilus croceus)

Safrangelber Weichporling © Alexander Urban

Als große und auffällig gefärbte Art ist der Safrangelbe Weichporling eigentlich kaum zu übersehen. Die wenigen Fundmeldungen in Österreich geben daher vermutlich ein annähernd korrektes Bild der Seltenheit dieser Art. Die wenigen Nachweise lassen auf weitgehend isolierte Populationen schließen. Die drei Funde aus dem Lainzer Tiergarten umspannen beinahe ein Jahrhundert!

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Spinne des Jahres

2016: Konusspinne (Cyclosa conica)

Konusspinne © Heiko Bellmann

Die Konusspinne, Cyclosa conica (Pallas, 1772), gehört zur Familie der Radnetzspinnen (Araneidae). Diese Spinnenfamilie hat weltweit über 3.000 Arten, in Europa 131. Die Gattung Cyclosa selbst ist mit 2 Arten in Mitteleuropa vertreten. 

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Tier des Jahres

2016: Europäischer Biber (Castor fiber)

Biber © Robert Hofrichter

Der Europäische Biber war in Europa schon um 1850 fast ausgerottet. Erst durch strenge Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungen kam es zur Rückkehr dieses großen Nagers in seine angestammten Lebensräume. Heute findet man ihn wieder in Skandinavien, Polen, Frankreich, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Deutschland und in der Schweiz. Auch in Österreich ist der Biber wieder heimisch geworden.

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Vogel des Jahres

2016: Stieglitz (Carduelis carduelis)

Stieglitz © Hans Glader

Seine rote Gesichtsmaske leuchtet auf dem weiß und schwarz gefärbten Kopf. Die Flügel weisen eine deutlich abgesetzte breite gelbe Binde auf. Die Laute des Stieglitzes, ein helles "stiglit", haben ihm seinen Namen eingebracht. Auch bekannt als Distelfink, findet er sich im Spätsommer mit Vorliebe auf Disteln und Kletten ein. Als Vollzeitvegetarier nutzt er seinen Schnabel wie eine Pinzette, um geschickt viele verschiedene Samen aus Kräutern, Stauden und Bäumen herauszupicken.

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Weichtier des Jahres

2016+2017: Große Teichmuschel (Anodonta cygnea)

Große Teichmuschel © R.A. Patzner

Die „Große Teichmuschel“ zählt zu den „Najaden“, einer Gruppe von mittelgroßen bis sehr großen Süßwassermuscheln mit bis zu 30 cm Gehäuselänge. Durch ihre Filtriertätigkeit haben alle Najaden eine sehr große Bedeutung für den Gewässerhaushalt. Sie sind heute weltweit stark bedroht und einige Arten sind bereits ausgestorben. 

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