Leserbriefe an natur&land

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Kommentar von herbert.Fruhauf |

Artenschutz gibt zu Denken.Im Bach vor unserem Haus gab es früher Fische krebse und Pisamratten.Heute gibt es keineFische mehr keine Krebse und keine Pisamratten aber dafür Biber.

Antwort von Ingrid Hagenstein

Sehr geehrter Herr Fruhauf,

Danke für Ihren Beitrag. Wie Sie selbst beobachten können, hat sich die Artenvielfalt vor „unserer“ Haustür in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Gerade Bach- und Edelkrebse, die einst relativ häufig vorkamen, haben sehr unter Gewässerverbauung, Verschmutzung (z. B. Gülle aus der Landwirtschaft) und nicht zuletzt durch die Krebspest, einer durch den Import (Fischerei) des amerikanischen Signalkrebses eingeschleppten Pilzkrankheit gelitten und sind stark zurückgegangen oder überhaupt verschwunden. Auch die Fischartenvielfalt hat durch verschiedene, vom Menschen verursachte Störungen, abgenommen – ich kann aber in Ihrem Fall natürlich keine Ferndiagnose stellen, da ich die frühere Artenzusammensetzung nicht kenne.

Ich darf Sie beglückwünschen, dass der Biber ihren Bach (wieder)besiedelt! Das ist ein gutes Zeichen. Zur Bisamratte ist zu sagen, dass sie eine eingeschleppte Tierart ist und ursprünglich bei uns nicht beheimatet war. Sie wurde in Pelztierfarmen gezüchtet und ist dort entkommen. Wo Fischotter vorkommen, helfen diese mit Bisamratten zu dezimieren, da sie sie fressen. Heute steht sie auf der EU-Liste der invasiven gebietsfremden Tierarten, da sie Schäden an Uferböschungen, Deichen etc. anrichtet. Übrigens wird die kleinere Bisamratte häufig mit dem Nutria (Sumpfbiber) verwechselt: hier eine gute Information: https://www.nutria-info.com/unterschied-nutria-biber-bisam/

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