Hundsfisch (Umbra crameri)

Der Europäische Hundsfisch kommt vor allem in der Donau vor. Sein Hauptvorkommen erreicht er dabei ab Wien, von wo er hinab bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer verbreitet ist.

© Grotensohn NP Donauauen
Bei uns wiederentdeckt wurde dieser kleine Verwandte des Hechts erst 1992. Schon seit 1975 galt er in Österreich als ausgestorben. Ökologen fanden im Bundesforstegebiet am Fadenbach in den Donau-Auen (zwischen Eckartsau und Orth) eine isolierte Population von 5.000 bis 6.000 Fischen.
Dies war Anlass für den Nationalpark Donau-Auen aktiv Maßnahmen für den Schutz dieses seltenen Fisches zu setzen. Durch die Revitalisierung des Fadenbachs wurden beispielsweise Rückzugstümpel geschaffen, die auch bei Niedrigwasser und in den Wintermonaten mit ausreichend Wasser dotiert sind und daher auch frostfrei bleiben. Durch gezielte Nachtzucht und Aussetzen der Jungfische konnte der Hundsfisch in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet erfolgreich wiederangesiedelt werden. Sumpfige, teilweise sauerstoffarme und pflanzenreiche Gewässer sind der bevorzugte Lebensraum dieses stark gefährdeten Fisches. Seine Nahrung setzt sich aus Insekten, Schnecken und Krebstieren zusammen.

Die nur bis zu 13 cm großen Fische besitzen einen langgestreckten Körperbau. Sie sind braungrün beschuppt mit unregelmäßigen dunklen Punkten. Mit Hilfe ihrer Schwimmblase, die bei Hundsfischen zusätzlich auch die Funktion einer Lunge hat, ist es ihnen sogar möglich einige Zeit im Schlamm zu überleben.
Mit zwei Jahren tritt die Geschlechtstreife ein. In der Laichzeit zwischen Februar und April legt das Weibchen bis zu 400 Eier auf Wasserpflanzen oder in ein vorbereitetes Nest, das anschließend bis zum Schlüpfen der Jungfische bewacht wird. Fünf bis acht Tage nach der Eiablage schlüpfen die jungen Hundsfische aus den Eiern und verbringen die erste Zeit im sogenannten "Dottersackstadium". Nach weiteren 60-70 Tagen haben Sie ihre Entwicklung von der Larve hin zum fertigen, ca. 22 mm großen Fisch abgeschlossen.
 
Erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekte wie jenes des Nationalparks Donau-Auen und der Österreichischen Bundesforste haben großen Anteil am Wiederaufkommen dieser vom Aussterben bedrohten Tierart.
 

 

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