Krötenzaun Söll

(c) Planungsverband 30 Wilder Kaiser / Matthäus Gartner

Jedes Jahr müssen unzählige Lurche Straßen und Siedlungen queren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Dieses Unterfangen ist nicht immer ungefährlich – vor allem der Verkehr stellt eine große Gefahr für Erdkröte und Co. dar. Um diese Bedrohung zu mindern, gibt es mehrere Optionen: Permanente Anlagen wie Tunnel-Leitsysteme schützen sowohl die Tiere bei der Hinwanderung als auch die jungen und erwachsenen Amphibien bei der Rückwanderung in ihre Sommerlebensräume. Dabei führen kleine Tunnel unter Verkehrswegen durch und ermöglichen so eine sichere Reise.

An Stellen, an denen solche permanenten Lösungen (noch) nicht möglich sind, wird meist die sogenannte Zaun-Kübel-Methode angewendet. Dabei werden Zäune entlang von Straßen aufgestellt und auf der straßenabgewandten Seite in regelmäßigen Abständen Kübel in den Boden eingegraben. Die Amphibien wandern den Zaun entlang und fallen dann in die Kübel hinein. An dieser Stelle kommen die freiwilligen Helfer*innen ins Spiel: Sie „klauben“ die Frösche und Co. aus den Kübel ein und setzen sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite ab. Dort angekommen können die Tiere ihre Wanderung fortsetzen. Das Betreuen der Strecken mit der Zaun-Kübel-Methode ist sehr aufwändig: Die Kübel müssen mindestens einmal täglich morgens kontrolliert werden, bei starker Wanderung auch mehrmals täglich.

Mach mit!

Froschklauben bietet zweifellos eine tolle Gelegenheit, unsere heimischen Amphibien auf direkte und tatkräftige Weise zu unterstützen. Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander können oft aus nächster Nähe betrachtet und bestaunt werden. Natürlich geht diese Aktivität mit einem gewissen Maß an Engagement einher: Die Kübel müssen täglich und bei jedem Wetter, insbesondere bei Regen, entleert werden. Eine gute Regenjacke und wasserfeste Schuhe/Gummistiefel gehören damit zur Grundausstattung von Froschklauber:innen. Bei vielbefahrenen Straßen ist auch das Tragen einer Warnweste unumgänglich!
Du kannst an einem oder mehreren Tagen pro Woche morgens zwischen 6-9 Uhr oder abends ab 19 Uhr helfen, die Frösche über die Straße zu tragen? Die Frösche wandern von Feld und Wald (beim Walchen Bauer) Richtung Ahornsee. Die Frösche werden vom Froschzaun eingesammelt und hinter die Häuserreihe am „Bach“ getragen. Einsatzdauer ca. 30min – 1 Std.

Kontakt

Angelika Mitteregger
Tel. +43 664 458 8065,  
Email angelika.mitteregger@kufnet.at

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