Kann die Kreislaufwirtschaft unser Klima retten?

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Dass wir durch Missachtung von Nachhaltigkeit bei Produktion, Erwerb und Gebrauch von Konsumgütern Mitschuld am Klimawandel haben und dass das Konsumverhalten der Wegwerfgesellschaft keine Zukunft haben kann, ist längst bewiesen. An der Kreislaufwirtschaft führt kein Weg mehr vorbei. Die Transformation zur Nachhaltigkeit ist allerdings eine Jahrhundertaufgabe, die angesichts des visionslosen Gewinnemachens viel zu wenig Aufmerksamkeit hat. Die Implementierung der Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass von einer ressourcenvernichtenden, linearen zu einer ressourcenschonenden, zirkulären Wirtschaftsweise übergegangen werden muss. Die von manchen Seiten geforderte Postwachstumsökonomie ist aber derzeit politisch nicht anschlussfähig. Kritische, zukunftsweisende Stimmen fordern seit langem eine Abkehr vom Wachstumsparadigma, um unsere Lebens- und Konsumgewohnheiten auf ein sozialökologisch vertretbares Maß zu reduzieren. Sie empfehlen „reuse-Konzepte“, „teilen statt besitzen“ als Geschäftsmodelle, und Dienstleistungen statt Produkteigentum.

„Kreislaufwirtschaft in der EU. Eine Zwischenbilanz“, das neue Buch von Sepp Eisenriegler, geht unter anderem den Fragen nach, ob die wirtschaftliche Zukunft auch selbst Teil dieser Transformation zur Nachhaltigkeit sein kann, ob ein Haushalten in Kreisläufen unsere Wirtschaft revolutionieren könnte und wie die Prozesse zur Kreislaufwirtschaft im Europäischen Parlament thematisiert und diskutiert werden.

Es stellt eine Zwischenbilanz zur Implementierung einer Kreislaufwirtschaft in der EU dar und zeigt, was, öffentlich kaum wahrgenommen, in EU-Institutionen dazu bisher getan wurde, welche wissenschaftlichen Grundlagen existieren oder was NGOs darüber hinaus fordern.

Und es signalisiert, dass das Primat der Ökonomie mit dem Leitbild „Dolce Vita für wenige“ einem guten Leben für alle im Wege steht.

Am 15.07.2020 ab 18:00 Uhr stellt Sepp Eisenriegler, Gründer und Geschäftsführer von R.U.S.Z stellt sein neuestes Buch in den Räumlichkeiten des Naturschutzbund Wien, Museumsplatz 1 / Stiege 13 1070 Wien vor.

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