Schutz des Sonnentaus

Nasse, nährstoffarme Lebensräume wie Flach-, Zwischenund Hochmoore sind die Lebensgrundlage des Sonnentaus (Drosera). Schon geringe Veränderungen verursachen seinen Rückgang bis hin zum Erlöschen der Bestände. Durch Trockenlegen von Mooren und deren Aufforstung verlor er zunehmend seinen Lebensraum, weshalb alle heimischen Sonnentau-Arten selten geworden sind.

© Josef Limberger

Mit Hilfe des vielfaltleben-Schutzprojektes werden Maßnahmen zur Verbesserung solcher Lebensräume in Oberösterreich (wie z. B. eines Moores im oberen Böhmerwald) durchgeführt. Erst 2015 gelang es dem Naturschutzbund Oberösterreich das Moor im Rahmen der Naturfreikauf-Aktion zu erwerben. Das Moorgebiet ist ein Hotspot der Artenvielfalt: Hier wurde vor einigen Jahren die überaus seltene Wald-Birkenmaus, nach der das Moor benannt ist, nachgewiesen. Ein Luchs und vermutlich eine Wildkatze konnten mit Wildkameras fotografiert werden.
Die Schutzmaßnahmen umfassen Pflege und Betreuung wie eine kontinuierliche Entbuschung. Um größere Flächen freizuhalten, wurden heuer auch Fichtenbestände gerodet.Wichtig für die Schonung solcher Moore ist es Trittschäden zu vermeiden, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen, viel zu informieren und die Akzeptanz zu erhöhen. Durch den Einbau von Grabensperren wird das Moor in nächster Zeit weiter vernässt, um die Bedingungen für verschiedene Moorpflanzen zu verbessern. So besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch der Sonnentau hier wieder eine Lebensgrundlage findet

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