Schutz des Scharlachkäfers

Im Mittelpunkt dieses vielfaltleben-Artenschutzprojektes steht der Scharlachkäfer (Cucujus cinnaberinus) als Botschafter für alt- und totholzreiche, naturnahe Auwälder. Die Art ist EU-weit geschützt (FFH), der Erhaltungszustand ist österreichweit ungünstig. Deshalb hat es sich der Naturschutzbund NÖ zum Ziel gesetzt die naturverträgliche Bewirtschaftung des Auwaldes als Lebensraum des Scharlachkäfers zu forcieren.

© Ulrich Straka

Ihren Namen hat diese Plattkäferart ihrer scharlachroten Färbung zu verdanken, die die Aufmerksamkeit auch auf ihren Lebensraum lenken soll: den Auwald. Wo der Scharlachkäfer anzutreffen ist, gibt es noch ausreichend Tot- und Altholz als wichtigen Lebensraum einer Vielzahl von weiteren Tierarten, Pilzen, Moosen und Flechten. Scharlachkäfer findet man unter der Rinde absterbender oder toter Laubbäume in Auen. Die Weibchen legen ihre Eier unter die Rinde geeigneter Bäume, vor allem von Pappeln, Ahorn, Buche, Rosskastanie und Eichen, wobei der Zersetzungsgrad der Bastschicht sehr wichtig ist: Man findet die Larven in feuchtem, durch die Zersetzung braun gewordenem Bast. Mithilfe des Scharlachkäfers als Leitart werden 2016/17 Maßnahmen für eine naturverträgliche Bewirtschaftung der Auwälder diskutiert. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in den Tullnerfelder Donauauen.

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