Schutz des Feldhamsters

Seit 2010 bemüht sich der Naturschutzbund Niederösterreich um den Schutz des Feldhamsters in seinem Bundesland. Im Rahmen von vielfaltleben konnten bisher Daten über rund ein Drittel aller Feldhamsterregionen Niederösterreichs gewonnen, Schutzmaßnahmen umgesetzt und für mehr Toleranz
mithilfe bewusstseinsbildender Maßnahmen geworben werden.

© Hans Glader

Der Feldhamster (Cricetus cricetus) zählt zu den am meisten gefährdeten Tierarten Österreichs und kommt nur noch in Ostösterreich vor. Früher wegen seiner beträchtlichen Wintervorräte (2-4 kg pro Tier) rücksichtslos verfolgt, machen ihm heute die modernen landwirtschaftlichen Methoden ein Überleben schwer: Tiefes Pflügen zerstört seine Baue, Pestizideinsatz lässt Wildpflanzen- und Insektennahrung verschwinden, vollständiges Abernten von Getreidefeldern hinterlässt kaum mehr Körnerfutter, das die Art als Wintervorrat dringend benötigt. Im aktuellen Projektteil, der den Zeitraum von 2016 bis 2017 umfasst, geht es in erster Linie um konkrete Schutzmaßnahmen für einzelne Hamstervorkommen. Dazu wurden jene in den Gemeinden Biedermannsdorf, Wiener Neudorf, Vösendorf und Kottingbrunn ausgewählt. Dieses Frühjahr wurden Gespräche mit allen Gemeinden sowie mit betroffenen Grundeigentümern bzw. -nutzern geführt und Schutzkonzepte ausgearbeitet. Infostände diesen Sommer in St. Pölten, Vösendorf und im Lainzer Tiergarten helfen die Bevölkerung zu informieren und um Sympathie für Feldhamster zu werben.

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