Das war die Woche der Artenvielfalt 2015

Der Mai zeigte sich dieses Jahr von seiner regnerischen Seite: doch dadurch ließen sich die Besucher der Woche der Artenvielfalt 2015 aber nicht abschrecken! Viele Naturinteressierte - ob Groß ob Klein, Profi oder Amateur - haben Exkursionen, Workshops und vieles mehr besucht und waren begeistert. Wir freuen uns schon auf 2016 :) Hier finden Sie einige der Veranstaltungen in unserem Rückblick.

Ausstellung über „Artenschutz und Artenvielfalt"

Ausstellung, 23.05.2015
Veranstalter: Niederösterreichische Berg- und Naturwacht Bezirksleitung Mödling
 
Nachdem der Regen die Ausstellung über „Artenschutz und Artenvielfalt“ am 23. Mai 2015 in der Mödlinger FUZO verhindert hatte, versuchte es die Mödlinger Berg- und Naturwacht am 30. Mai 2015 erneut im „Naturpark Föhrenberge“ auf der Kugelwiese. Außer den vier Informationstafeln der Naturschutzabteilung RU5 über den „Gebiets - und Artenschutz zwischen Eichkogel und Herferlberg“, wurden auf weiteren zwölf Tafeln die Themen „invasive Pflanzen und Tiere“, „Pflanzen und Tiere rund ums Haus“ und der „Schutz der Roten Waldameise“. Zusätzlich konnten sich die Interessierte Nistkästen für Singvögel, Hummeln und Fledermäuse erklären lassen. Zwei Futtersilos für Singvögel (Winterfütterung) rundeten das Angebot ab, wobei es auch zahlreiche Informationsfolder und Bauanleitungen zum Mitnehmen gab. Als Ehrengast konnte der engagierte Mödlinger Stadtrat DI Dr. Leo Lindebner begrüßt werden, der sich von der Ausstelllung beeindruckt zeigte. Die Mödlinger BNW war mit sieben UmweltschutzOrganen und zwei Einsatzfahrzeugen vor Ort.
 
 

Vogelkundliche Führung im Europaschutzgebiet Maltsch

© Andreas Abfalter
Exkursion, 16.05.2015
Veranstalter: | naturschutzbund | Oberösterreich
 
In den Feucht- und Überschwemmungswiesen entlang der Maltsch brüten Bekassine, Wachtelkönig und Braunkehlchen. Auch Birkhuhn, Neuntöter und andere Vogelarten finden hier einen Lebensraum. Auf österreichischer Seite wanderten wir entlang der Maltsch am Grünen Band Europas flussabwärts, um die Vogelwelt im Europaschutzgebiet Maltsch kennen zu lernen. Zwanzig Interessierte begleiteten Leiterin Heidi Kurz bis zur Info-Plattform. Dabei konnten Fitis, Braunkehlchen, Dorngrasmücke, Feldschwirl und Neuntöter ausgiebig belauscht und bestaunt werden.
 
 

Kulinarische Kräuterwanderung

© Waltraud Geiger
Exkursion, 16.05.2015
Veranstalter: Naturfreunde Innsbruck
 
15 Personen begaben sich auf die kulinarische Kräuterwanderung Richtung Höttinger Alm. Bei dieser Wanderung wurden essbare Wildkräuter und giftige Doppelgänger erklärt und vorgestellt, die anschließend von den Teilnehmern für einen Kräuter-Brunch gesammelt wurden. Gemeinsam verarbeiteten wir die gefundenen Kräuter zu Spezialitäten, die man einfach nach machen kann, gut schmecken und noch dazu gesund sind!
 
 
 
 
 
 

Laichgewässer für Molche und Froschlurche im Naturlehrpfad Feldmühle

© Alexander Göls
Exkursion, 16.05.2015
Veranstalter: Tourismus Information St. Pölten
 
Im Gebiet „Naturlehrpfad Feldmühle“ in St.Pölten konnten die TeilnehmerInnen mit Natur- und Landschaftsführer Josef Rauschmeier die Artenvielfalt bewundern. Beim Naturspaziergang am 16. Mai 2015 im Gebiet „Naturlehrpfad Feldmühle“ in St.Pölten mit Natur- und Landschaftsführer Josef Rauschmeier konnten die TeilnehmerInnen Wasser- und Seefrösche beobachten und die Artenvielfalt der bunten Blumenwiesen mit allen typischen Maiblühern wie Wiesenbocksbart, Wiesensalbei, Margeriten, Wiesenglockenblume und Ackerwitwenblume bewundern. Extensive Bewirtschaftung macht dies möglich! Genau solche Wiesen werden aber leider immer weniger! Von den 42 im Gebiet nachgewiesenen Brutvogelarten machten sich auch einige bemerkbar: es gab zum Beispiel LIVE Hörerlebnisse vom Pirol als typischer Vogel des Auwaldes und von der Goldammer als typischer Vogel der Hecken und der offenen Landschaft.
 
 

Kinder schaffen Lebensräume

Exkursion, 19.05.2015
Veranstalter: Volksschule Hintersee
 
Die beiden Biologinnen der Lernwerkstatt für Natur und Umwelt besuchten die VS Hintersee am 19. Mai 2015. In der Früh war es noch trocken und so konnten die verschiedenen Lernstationen am Spielplatz aufgebaut werden. Nach der Pause begann es leider zu regnen und wir zogen uns mit den Stationen ins Schulhaus zurück. Im Werkraum füllten die Kinder in Tontöpfe Holzwolle und Heu. Sie werden später auf unseren Bäumen am Spielplatz befestigt und sollen Ohrwürmern ein Zuhause bieten. Viele Schilfhalme mussten abgeschnitten, Holunderzweige ausgehöhlt und Löcher in Holzstücke gebohrt  werden, damit unser kleines „ Insektenhotel“ gefüllt werden konnte. Dieser Vormittag verging wie im Flug. Die Ohrwurmhäuser und das „Insektenhotel“ werden uns immer daran erinnern, wie wichtig unser kleiner Beitrag für die Artenvielfalt ist. Die VS Hintersee ist einklassig mit 14 SchülerInnen. Wir sind Ökolog- und Umweltzeichenschule.
 
 

Sensenmähen für den Hausgebrauch

© Patricia Gohm
Workshop, 21.05.2015
Veranstalter: Marktgemeinde Rankweil
 
„Es ist keine Frage der Kraft, sondern der Technik“, so Kursleiter Konrad Nenning, ehemaliger Fachschullehrer an der Landwirtschaftsschule in Hohenems. Nenning zeigte den Interessierten die richtige Einstellung der Sense, auf was beim Kauf geachtet werden muss, wie gewetzt, also das Sensenblatt geschliffen sowie gedengelt wird und wie mit wenig Kraftaufwand das Mähen für den Hausgebrauch erlernbar ist. Zuerst konnten die Teilnehmenden bei einem Trockentraining den richtigen „Schwung“ üben und dann ging es auch schon ab in die Wiese. Alle Kursteilnehmer beherrschten in kürzester Zeit die Technik des Sensenmähens. Der Sensenmähkurs fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „natuRankweil – Vielfalt in deiner Hand!“ statt, mit dem Hintergrund Hobbygärtner zu motivieren, selbst eine Blühwiese im eigenen Garten wachsen zu lassen. Denn für Manche ist ein Grund keine Blühwiese anzulegen, da diese hoch wächst und anschließend nicht mit dem Rasenmäher gemäht werden kann. Um dem entgegenzuwirken wurde dieser Kurs in natuRankweil-Programm aufgenommen. Zur Unterstützung einer Blühwiese im eigenen Garten, erhielten die KursteilnehmerInnen ein Saatgutpäckchen mit einer Blumenwiesenmischung. 
 
 

Wildkatzen-Kindernachmittag im Tiergarten Wels

© Magdalena Meikl
Workshop, 25.05.2015
Veranstalter: | naturschutzbund |
 
Im Rahmen der Woche der Artenvielfalt gestaltete der Naturschutzbund Österreich in Kooperation mit der Plattform Wildkatze (www.wildkatze-in-oesterreich.at) einen spannenden Nachmittag für Groß und Klein rund um die scheue Jägerin. Während die kleinen Besucher Wildkatzenmasken bastelten, um selbst wie eine Wildkatze auszusehen, das Wildkatzenquiz ausfüllten oder Memory spielten, informierten sich die großen Besucher über die Situation der Wildkatze in Österreich, Unterscheidungsmerkmale zur Hauskatze und aktuelle Forschungsprojekte. Einige glaubten, selbst schon mal einer Wildkatze in freier Natur begegnet zu sein und nahmen das aktuelle Wildkatzenheft, Wildkatzenbroschüren und die Kontaktdaten zur Koordinations- und Meldestelle Wildkatze mit nach Hause. Die Kinder durften sich nach erfolgreichem Ausfüllen des Quiz eine kleine Stoff-Wildkatze, Naturschutzbund-Luftballons und Sticker mitnehmen. Besonders interessiert begutachtet wurde das ganze Spektakel von den vier Wildkatzen, die es wohl nicht gewohnt waren, dass vor ihrem Gehege so viel los ist. So konnten die Zoobesucher an diesem Tag die Wildkatzen fast „hautnah“ erleben und gleichzeitig viel Neues über eine in Österreich eigentlich heimische Tierart erfahren. 
 
 

Vogelstimmen Wanderung

© Arno Klien
Exkursion, 23.05.2015
Veranstalter: Freunde des Hollabrunner Waldes & Birdlife Österreich
 

Die Freunde des Hollabrunner Waldes luden wieder zu ihrer traditionellen Vogelstimmenwanderung ein. Start war in Füllersdorf im Nachbarbezirk Korneuburg. Trotz trüber Wetteraussichten fanden sich 25 Teilnehmer, um den Gesängen der bunten Vogelwelt zu lauschen. Arno Klien, Obmann der Freunde des Hollabrunner Waldes und  Manuel Denner von BirdLife erklärten und analysierten charmant und kompetent die Vielzahl an Vogelstimmen. Einige der gefiederten Freunde wurden besonders erwähnt: die EU-weit geschützte Sperbergrasmücke, der Sumpfrohrsänger, der Gelbspötter, der Grauschnäpper, der Kernbeisser, die Klappergrasmücke und natürlich die besser bekannten Bewohner wie Mehlschwalben, Goldammer, Turteltaube und Buchfink. Außerdem erhielten die Teilnehmer interessante Erklärungen zur orchideenreichen Vegetation, wie dem Bleichen Waldvögelein, aber auch Sommerwurz, Feldmanns treu und Kompasslattich. Zum Abschluss dieser wertvollen Veranstaltung im Rahmen der Woche der Artenvielfalt wurde dem langjährigen verdienten Orni-Guide Manuel Denner der erste Eichen-Oscar verliehen sowie ein Geschenkkorb überreicht.

 

Geführte Moorwanderung ins Natur- und Europaschutzgebiet Bürmooser Moor

© Elisabeth Ortner MSc
Exkursion, 25.05.2015
Veranstalter: Torferneuerungsverein Bürmoos
 
Da am Samstag der Regen den Salzburger Norden fest im Griff hatte, wurde die Exkursion auf Montag, den 25. Mai verschoben. Rund 25 Teilnehmer nutzten die Regenpause und machten sich mit der Schutzgebietsbetreuerin Elisabeth Ortner MSc und dem Obmann des Bürmooser Torferneuerungsvereins Reinhard Kaiser auf ins Bürmooser Moor. In den zahlreichen Tümpeln und Teichen des ehemaligen Moorgebiets konnten die Posthornschnecke und auch der europaweit geschützte Kammmolch gefangen werden. Entlang des Rundweges blühten Knabenkräuter und Schwertlilien, sowie die typischen Maiblüher, Margeriten, Kuckucks-Lichtnelken und Glockenblumen. Die Kreuzotter ließ sich bei dem Wetter nicht blicken, dafür zeigten die  Springfrösche ihre beeindruckenden Sprünge. Zum Abschluss machte die Gruppe einen Abstecher zu den Beständen der Sibirischen Schwertlilie auf einer ehemaligen Torfabbaufläche, die bereits eine beeindruckende Artenvielfalt zeigt. Auch ohne Sonnenschein ist das Bürmooser Moor immer wieder ein wunderschönes Erlebnis!
 
 

Wildblumenwanderung zur Kasereggkapelle

© Janet Ware
Exkursion, 25.05.2015
Veranstalter: Gemeinde Maria Alm
 
15 Personen haben an der Wanderung zur Kasereggkappelle teilgenommen und entdeckten eine wunderschöne Wildblumenpracht. Die Kasereggkapelle, in der Nähe einer Quelle gebaut, liegt 250 Hm über Maria Alm, 4km entfernt. Die Wanderung ging durch den wunderschönen Wald und den Krallerbach entlang, um die Frühjahrsblumenpracht (u. a. 3 oder 4 verschiedenen Orchideenarten) zu erspähen, zu bewundern und fotografieren zu können. Der Hohepunkt war definitiv der Frauenschuh, der kurz unterhalb der Kaseregg Kapelle wächst und auch das Große Zweiblatt, das (lediglich) einmal  in voller Blüte im Wald zu sehen war!
 
 
 

Infotage - Nützlingshotels, Nistkästen, Fledermauskästen

© Franz Drescher
Tag der offenen Tür, 24.-25.05.2015
Veranstalter: NÖ Berg- und Naturwacht, OG Höflein a.d.Hohen Wand
 
Bereits zum 6. Mal fand die „vielfaltleben-Woche der Artenvielfalt“ im Rahmen der Biodiversitätskampagne des Umweltministeriums statt. Unsere Ortsgruppe beteiligte sich diesmal mit zwei Info-Tagen zum Thema „Herstellung von Fledermauskästen, Nützlingshotels und Singvogel-Nistkästen“ – abgehalten in unserer Stützpunkthütte am Plackles auf der Hohen Wand. Obwohl das Wetter nicht gerade freundlich war, interessierten sich viele Gäste für unsere kleine Ausstellung. Als Anschauungsobjekte bauten wir dafür zwei Fledermauskästen mit etwas unterschiedlicher Konstruktion sowie einen Singvogel-Brutkasten – im Waldgebiet am Plackles haben wir ja in den letzten Jahren 28 dieser Nisthilfen ausgebracht, die auch größtenteils angenommen sind und auch jedes Jahr kontrolliert und gereinigt werden. Das Nützlingshotel, das wir vor zwei Jahren in der Nähe unserer Stützpunkthütte aufgestellt haben, diente ebenfalls als Demonstrationsobjekt. Beim Bau der Fledermauskästen hat sich Evi Schwaiger ganz besonders engagiert und dabei ihr besonderes handwerkliches Geschick bewiesen!
 
 

In der Natur aktiv: Weiterbildung für KindergartenpädagogInnen

© Daniela Capano
Seminar, 21.05.2015
Veranstalter: Energie- und Umweltagentur Niederösterreich
 
„Die Natur in den Seminarraum holen“ war heuer das Motto zum Seminar „Die Natur erleben“ der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu). Trotz Dauerregen ließen wir es uns nicht nehmen, die Blättervielfalt des Parks in St. Pölten zu erkunden und einige Methoden und Spiele der Naturpädagogik auszuprobieren. Als es uns dann zu kalt und nass wurde, zogen wir uns in den Seminarraum der eNu zurück, wo wir die Artenvielfalt der Natur auf kreative Weise kennenlernten.

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