Mehr Akzeptanz für den Fischotter

Dieses Projekt wurde von Mai 2016 bis Mai 2018 vom Naturschutzbund durchgeführt. Hintergrund dafür ist die seit langem schwelende Anti-Stimmung gegen den Fischotter. Die Wassermarder werden von Anglern und Teichbewirtschaftern für den Fischschwund in Gewässern allein verantwortlich gemacht. Es ist also höchste Zeit zu handeln!

© Robert Hofrichter

Unserm Wappentier, dem Fischotter geht es zunehmend sogar von „amtlicher“ Seite „an den Kragen“ und es wird höchste Zeit, auch hier die Emotionen aus dem Thema zu nehmen und mit Sachargumenten mehr Akzeptanz und Verständnis zu erreichen.
Diesen Zielen wollten wir mit dem Projekt „Mehr Akzeptanz und Förderung für den Fischotter“ näher kommen, Sorgen und Ängste der Jäger, Angler und Teichbewirtschafter ernst nehmen und an Lösungen arbeiten, die für alle akzeptabel sind. In Zusammenarbeit mit Fachexperten und Betroffenen verschafften wir uns einen Überblick über die konkrete Situation beim Fischotter. Infoabende dienten dazu, die verunsicherten Standesvertretungen mit mehr Wissen über die Tierart zu versorgen und legten außerdem die Basis für gemeinsame Statements, die von allen mitgetragen werden sollten.

Es gab zwei Dialogforen zum Fischotter, zu denen sowohl die Fachleute als auch betroffene Angel- und Teichfischer und ihre Interessensvertreter eingeladen wurden. Gemeinsam wurden dabei Strategien, Empfehlungen, Maßnahmen für den Umgang mit diesen Beutegreifern erarbeitet. Die Ergebnisse der Diskussionsgruppen wurden am Ende des Projektes in einer Presseaussendung an die Öffentlichkeit getragen. Es gab einige Übereinstimmungen, die nun die Grundlage für weitere Gespräche bilden sollen, die vom Naturschutzbund in drei Schritten organisiert werden. Dabei ist geplant, verstärkt Personen einzubinden, die die Verbindung mit den Fischern „an der Basis“ darstellen. Der Naturschutzbund agiert zudem als Infodrehscheibe und will auch eine „Fachstelle Fischotter“ schaffen.

Das Projekt wurde mit Unterstützung von Bund und Europäischer Union im Rahmen des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ durchgeführt.

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