Wechsel an der Spitze des Naturschutzbunds Vorarlberg - Obfrau Hildegard Breiner übergibt Amt an Rainer Siegele

Hildegard Breiner © Land Vorarlberg-PRO.TV

30 Jahre lang war Hildegard Breiner Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg. Schon weitaus länger ist sie gegen Atomenergie, für erneuerbare Energien und im Natur- und Umweltschutz aktiv. Am 30. Juni 2026 übergab die langjährige Obfrau dieses Amt an Rainer Siegele, ehemaliger Bürgermeister von Mäder. Für ihr herausragendes Engagement erhielt Hildegard Breiner bei der Feier den Österreichischen Naturschutzpreis, die höchste Auszeichnung des Naturschutzbundes Österreich.

1995 wurde Hildegard Breiner Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg. Mit unermüdlichem Engagement, diplomatischem Geschick und Weitsicht leitete sie 30 Jahre lang den Verein und prägte den Natur- und Umweltschutz in Vorarlberg und über die Landesgrenzen hinaus. Bei der Jahreshauptversammlung am 30. Juni 2026 übergab Hildegard Breiner dieses Amt an Rainer Siegele, ihren Wunschkandidaten. Der neue Obmann bringt viel Erfahrung im Umwelt- und Naturschutz und ein breites Netzwerk mit. Rainer Siegele war über 30 Jahre lang Bürgermeister der Umweltmustergemeinde Mäder, viele Jahre lang Obmann des Umweltgemeindeverbandes und Mitglied im Naturschutzrat.

Anlässlich der Amtsübergabe würdigten Wegbegleiter*innen und politische Vertreter Hildegard Breiners Aktivitäten, Aktionen und Projekte und bedankten sich für ihr herausragendes, jahrzehntelanges Engagement.

Hildegard Breiner – Antiatom-Aktivistin, Mutter der SonnenSchein-Aktion, Grand Dame des Natur- und Umweltschutzes

Bereits 1978 war Hildegard Breiner gemeinsam mit ihrem Mann Franz Viktor im Widerstand gegen die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf engagiert. Der Einsatz trug Früchte: 85 Prozent der Vorarlberger stimmten gegen Zwentendorf und lieferten die entscheidenden Stimmen für den knappen Ausgang der Volksabstimmung. Doch dies war erst der Anfang des Anti-Atom-Engagements „der Breiners“, das Hildegard Breiner bis heute konsequent fortsetzt.

Anti-Atom-Aktivist*innen sind Trendsetter*innen. Das bewies Hildegard Breiner, als sie 1996 die „SonnenSchein-Kampagne“ ins Leben rief, um die Vorarlberger*innen für die Photovoltaik zu sensibilisieren. Sie erreichte, dass die Landesregierung Mittel für Öffentlichkeitsarbeit und den Bau von Photovoltaikanlagen bereitstellte. Die Kampagne war sehr erfolgreich und aus ihr gingen Folgeaktionen hervor, z.B. das SonnenSchein-Stipendium, das diese zukunftsweisende Technologie auch in Länder des Südens, wie etwa Sierra Leone und Nigeria brachte, sowie die Aktion „40 Sonnenkindergärten in Vorarlberg“.

Hildegard Breiner gilt nicht umsonst als Grande Dame der Natur- und Umweltbewegung. Widerständen begegnet sie stets gelassen und mit der nötigen Weitsicht. Mit wohlüberlegten Argumenten gepaart mit Charme bringt sie ihre Kritiker*innen zum Nachdenken. Ihre Begeisterung, mit der sie ihre Erfahrungen mit jungen Aktivist*innen teilt, ist ansteckend und ermutigt zum Weitermachen – denn „Ausdauer ist die Macht der Ohnmächtigen“, wie Breiner selbst immer wieder bewiesen hat.

Österreichischer Naturschutzpreis für Hildegard Breiner

Bei der Feier am 30.6.2026 erhielt Hildegard Breiner für ihren herausragenden und jahrzehntelangen Einsatz den Österreichischen Naturschutzpreis, einer der renommiertesten Auszeichnungen im österreichischen Natur- und Umweltschutz. Der Naturschutzpreis wurde von Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich, übergeben, der Hildegard Breiner im Namen des gesamten Naturschutzbundes zu dieser wohlverdienten Auszeichnung gratulierte und sich herzlich für ihr unvergleichliches und unbeirrbares Engagement bedankte.

Die langjährige Obfrau Hildegard Breiner übergab am 30.6.2026 dieses Amt an Rainer Siegele © Harry Mark

Weggefährt*innen, Politiker*innen und Vorstandsmitglieder des Naturschutzbundes bedankten sich bei Hildegard Breiner für ihr jahrzehntelanges Engagement © Land Vorarlberg / 7PRO.TV

Thomas Wrbka, Präsident des Naturschutzbundes Österreich verlieh Hildegard Breiner den Österreichischen Naturschutzpreis © Land Vorarlberg / 7PRO.TV

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