Vorarlberger Wiesenbrüterprojekt gewinnt Biodiversitätspreis 2025

Verleihung des Biodiversitätspreises 2025 © Verein Grünes Kreuz

Das Projekt „Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg“ ist mit dem renommierten Biodiversitätspreis 2025 des Vereins Grünes Kreuz ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines feierlichen Festakts im österreichischen Parlament statt.

Seit über zwei Jahrzehnten engagieren sich auf Initiative des Naturschutzbundes Vorarlberg Vertreter*innen der Jägerschaft, Landwirtschaft und des Naturschutzes gemeinsam in einem Projekt für Brachvogel, Kiebitz, Braunkehlchen und Co. Das Hauptaugenmerk bei den Projektmaßnahmen liegt auf der Verbesserung des Lebensraums. Durch den Einbau von regulierbaren Stauwehren wird der Grundwasserspiegel in Streu- und Feuchtwiesen in der Brutzeit angehoben. Das Projektteam legt Flachteiche an und flacht Gräben ab. Die Wiesenbrüter erhalten dadurch Zugang zu offenen Wasserflächen und können in den feuchten Böden nach Nahrung stochern. Gemeinsam mit freiwilligen Helfer*innen entfernt der Naturschutzbund Gehölze, um den offenen Landschaftscharakter wiederherzustellen. Zum Projekt gehören auch bestandsstützende Maßnahmen zur Verringerung von Gelege- und Kükenverlusten: Der Naturschutzbund zäunt Brachvogelgelege zum Schutz vor Beutegreifern ein und die Jäger führen ein wildbiologisch fundiertes Prädatorenmanagement durch. Mit Landwirten werden Bewirtschaftungspausen auf Kiebitzäckern vereinbart oder Kiebitz-Gelege markiert, damit sie bei der Bewirtschaftung ausgespart werden können. Der Erfolg all dieser Maßnahmen wird durch ein Monitoring kontrolliert.

Das langjährige Engagement und die breite Trägerschaft des Projekts beeindruckten die Jury und der Verein Grünes Kreuz zeichnete das Projekt „Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg am 27. November 2025 im Rahmen eines feierlichen Festaktes im österreichischen Parlament mit dem Biodiversitätspreis 2025 aus. Dr. Christa Kummer, Präsidentin des Vereins Grünes Kreuz, überreichte den Preis an Günther Ladstätter, 2. Obmann des Naturschutzbundes Vorarlberg, Landesjägermeister Dr. Christoph Breier, Bianca Burtscher, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Vorarlberg, Gernot Heigl, Geschäftsführer der Vorarlberger Jägerschaft und Reinhard Hellmair, jagdlicher Projektkoordinator. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird zweckgebunden für weitere biodiversitätsfördernde Maßnahmen eingesetzt.

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