Diesen Samstag waren am Dornbirner Marktplatz nicht nur die gewöhnlichen Marktstände zu sehen, sondern auch eine neu gebildete Initiative von Naturschützer*innen - engagierte Bürger*innen, die Naturschutzanwaltschaft und verschiedene Vereine, darunter auch der | naturschutzbund |. Mit ihrem Banner „Naturschutz bleibt!“ machen sie auf die geplante Novellierung des Naturschutzgesetzes aufmerksam, wobei Novellierung laut den Veranstalter*innen als Euphemismus gelten muss. „Sagen wir es ganz deutlich: hier wird Naturschutz abgebaut – zugunsten einiger weniger, die leichter bauen und Flächen zubetonieren können. Und das nach einem Sommer, in dem wir gesehen haben, wie zukunftsträchtig noch mehr versiegelte Flächen sind“, so Naturschutzanwältin Katharina Lins.
Die Naturschützer*innen fordern eine Rücknahme des Entwurfs sowie mehr statt weniger Naturschutz. Erich Zucalli vom AlpenSchutzVerein meint dazu: „Jeder vernunftbegabten Person mit Hausverstand ist inzwischen klar, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann. Jetzt sollen Moore, Ufer und nicht-versiegelte Flächen noch weniger geschützt werden als bisher. Das ist nicht mit Vernunft zu erklären, es geht hier um kurzfristige Profitsteigerung und hinterlassen wird verbrannte Erde.“
„Es regt sich Widerstand in der Bevölkerung. Wir lassen nicht einfach so mit uns und der Natur umspringen“ stellt Aktivistin Julia Kopf klar. In kürzester Zeit haben sich zahlreiche Organisationen und Privatpersonen zusammengefunden, die sich gegen das neue „Naturschutzgesetz“ stellen, im ganzen Land wurden bereits Banner verteilt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. „Hier wird mit Füßen getreten, was über Jahrzehnte mühsam aufgebaut wurde und wir schauen dabei sicher nicht einfach zu. Es sind weitere Aktionen geplant und wir freuen uns über alle neuen Mitstreiter*innen!“ so Julia Kopf weiter.
Weiter Banner sind in Produktion. Wer eines möchte, kann es unter banner@v-natur.at bestellen, gegen eine Spende von mindestens 17 €.
Infos und Kritikpunkte finden Sie hier: www.v-natur.at

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Fotos: Initiative "Naturschutz bleibt", Stefan Pruner, Rainer Siegele