Gemeinschaftsprojekt „Wiesenbrüterschutz in Vorarlberg“

Braunkelchen © Jürgen Ulmer

Flügge Brachvögel und ein guter Braunkehlchen-Bestand

Bereits das zweite Jahr in Folge konnten sich das Naturschutzbund-Projektteam, die beteiligten Niederwildreviere, die Regionsmanager, die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung und weitere Partner über flügge Brachvogel-Junge freuen.  2020 erreichten 2-3 Brachvogel-Junge das flugfähige Alter, alle stammten aus eingezäunten Gelegen. Zum Bruterfolg haben neben der Einzäunung die Schwerpunktbejagung durch die beteiligten Niederwildreviere und die Lebensraumaufwertungen beigetragen.

Bei den Kiebitzen sah es hingegen zuerst gar nicht gut aus. Durch die extreme Trockenheit im April gingen fast alle Jungen der Erstbruten verloren. Dank der regenreichen Witterung im Juni waren die Ersatzbruten viel erfolgreicher. Insgesamt wurden mindestens 48 Kiebitz-Junge flügge, bezogen auf den Brutbestand von etwa 73 Brutpaaren ergibt sich ein Bruterfolg von etwa 0,7 flüggen juv./Bp.

Der Braunkehlchen-Bestand lag mit 185 Revieren im Rheintal (ohne Bangs-Matschels) deutlich über dem Wert von 2017, als im selben Gebiet nur 141 Reviere kartiert worden waren. In den letzten drei Jahren mit warm-trockenen Sommern konnte sich der Bestand offenbar erholen. Der Bruterfolg der Erstbruten war 2020 witterungsbedingt schlecht. Die Verluste konnten aber mit den recht erfolgreichen Ersatzbruten wieder zu einem guten Teil ausgeglichen werden.

Da die Auswertungen noch laufen, können sich die Werte noch geringfügig ändern.

 

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