Gartentipp Monat Juli - Nichts ist lebendiger als Totholz!

Totholz-Hecke © Maria Fiel

Einige spezialisierte Wildbienenarten nagen ihre Nistgänge in morsches Holz. Aber auch viele Käferarten brauchen Totholz.

Totholz ist Grundlage für neues Leben und dient verschiedensten Tieren als Versteck, Brutstätte oder Nistplatz, Winterquartier, Nahrung, Nest- und Baumaterial. Es sollte schon deshalb nicht, dem Ordnungssinn gehorchend, aus unseren Gärten verbannt werden.

Aufräumen ist wichtig – aber nicht in der Natur! Viele Tiere sind auf ein bisschen Unordnung angewiesen. Würden wir Menschen nicht eingreifen, wäre Totholz überall zu finden: das Dickicht aus abgebrochenen Ästen unter Hecken, vom Wind umgestürzte Bäume oder durch Blitzeinschlag entstandene Aststümpfe. Totholz ist zudem schön anzufassen und anzusehen.

Totholz ist nicht gleich Totholz. Mit Lacken und Lasuren behandeltes Holz ist für die Natur wertlos, und natürlich sollten wir Holz einheimischer Bäume zu Beigen und Haufen schichten, denn in exotischen Hölzern wird sich kein Käfer entwickeln können.

Um Totholzbewohner zu fördern, sollten Sie abgestorbene Bäume und Äste belassen, wo es die Sicherheit erlaubt. Sie können auch einen Totholzhaufen, eine Totholz-Hecke oder ein Käferbeet anlegen – am besten im Herbst oder zeitigen Frühjahr.

naturtipps.at/totholz

Totholz-Hecke anlegen

 Das wird gebraucht:

  • Stabile Pfosten und Fäustel
  • Schnittgut
  • Astschere und Säge

 

Zunächst werden die Pfosten in zwei Bahnen in die Erde geschlagen. Die beiden Pfostenbahnen sollten mindestens 50 cm voneinander entfernt sein, die Höhe der Pfosten kann man nach eigenen Wünschen oder je nach Menge an Schnittgut entsprechend anpassen. Diese Pfosten geben der Hecke ihre Form und verhindern, dass die Äste später herunterfallen.

Möchte man die Totholzhecke als Windstopper nutzen, sollten die Bahnen quer zur Hauptwindrichtung ausgerichtet werden.

Danach wird das Schnittgut nacheinander in den Zwischenraum zwischen den Pfostenbahnen geschichtet, bis die gewünschte Höhe der Hecke erreicht ist. Dabei können verschiedene Stamm-/Astdurchmesser ruhig bunt gemischt werden und es dürfen ruhig auch Hohlräume im Inneren entstehen. Wer möchte, kann die Äste an den Seiten miteinander oder mit den Pfosten verflechten, um der Hecke eine schönere Optik zu geben.

Am Ende werden die Äste, die an den beiden Enden der Hecke überstehen abgeschnitten.

Garteninsekt des Monats Juli:

Die blaue Holzbiene

 

 

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