Erfolgsprojekt Höchster Kirchturmfalken

Mesner Hubert Egger © Günther Ladstätter

Anfang Juni schlüpften im Nest auf dem Höchster Kirchturm 5 junge Turmfalken aus den Eiern.

Durch die Fürsorge der Eltern wurden die Vogelkinder mit Nahrung versorgt. Bei Turmfalken sind das vorwiegend Mäuse, manchmal auch große Insekten oder kleine Vögel und Reptilien. Die jungen Falken bleiben ca. 28 bis 30 Tage im Nest oder in der Umgebung. Auch nach dem Flüggewerden füttern die Falken die Jungvögel einen weiteren Monat. So kommt bei einer Familie mit vier Jungen (einer hat es nicht geschafft!) eine Zahl von mehr als 500 Mäusen pro Brutsaison zusammen. Nicht nur Landwirte werden sich über die natürlichen Mäuseliebhaber freuen, denn zusammen mit Störchen, Graureihern, Milanen und anderen Beutegreifern erhalten Turmfalken das natürliche Gleichgewicht.

Die vier Jungen sind nicht nur ein Erfolg für die Falkeneltern, sondern auch für all diejenigen Menschen, die sich um die Falken gekümmert haben. Mesner Hubert Egger kann mit Recht als Götte für die Falkenkinder gelten. Unermüdlich ist er die vielen Stufen in den Höchster Kirchturm gestiegen, um den Fortgang der Aufzucht zu begleiten. Als ein Jungvogel zu früh aus dem Nest gestolpert war, half auch Pfarrer Ioan Sandor tatkräftig mit, den Ausreißer wieder auf den Turm zu bringen. Viele Kirchenbesucher richten ihren Blick nach oben, wenn sie die Rufe der Jungfalken oder deren Eltern hören. Wenn Hubert mit Ende des Jahres in Pension geht, findet sich sicher ein würdiger Nachfolger als Mesner und Falkengötte.

Turmfalken-Junge im Höchster Kirchturm © Günther Ladstätter

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