Beim 11. Empfang zum Tag der Mutter Erde konnten Klimabündnis, | naturschutzbund |, Caritas, Klimacent, KlimaVOR! und weitere Organisationen rund 90 Teilnehmer*innen zum Vortrag „Erfolgreiches Wirtschaften innerhalb biophysikalischer Grenzen“ der renommierten Klimaökonomin in der FH Vorarlberg begrüßen.
Klimaökonomin Univ.-Prof. Dr. Sigrid Stagl bei ihrem Vortrag zum Tag der Mutter Erde in Vorarlberg © Bianca Burtscher
Univ. Prof. Dr. Sigrid Stagl zeigte in ihrem Vortrag klar auf, wie dringend eine Transformation ist: Sieben der neun planetaren Grenzen sind bereits überschritten. Maßnahmen sind natürlich mit Kosten verbunden. Die Kosten des Nicht-Handelns sind aber fünfmal höher als die nötigen Investitionen in den Klimaschutz. Alleine die Schäden durch das Starkregenereignis 2024 im Osten Österreichs beliefen sich auf eine Milliarde Euro.
Für einen geordneten, planbaren Wandel ist es entscheidend, dass Klimaschutz außer Frage gestellt und der Pfad klar vorgegeben wird, wie dies Großbritannien und Dänemark bereits vorgemacht haben. Dies verhindert einen Zickzack-Kurs (Negativbeispiel Verbrenner-Aus auf EU-Ebene) und
sorgt für Planungssicherheit, die die Wirtschaft für Investitionen in Klimaschutz verständlicherweise einfordert.
Zudem muss die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen (Gesetze, Richtlinien, Förderungen etc.) festlegen, damit klima- und ressourcenschonendes Handeln und Wirtschaften belohnt wird und sich rechnet. Die EU-Agrarförderungen sollten z.B. klimafreundlich umgestaltet werden, d.h. hin zu mehr Biolandwirtschaft und mehr pflanzlichen statt tierischen Produkten. Damit all dies gelingen kann, braucht es positive, partizipativ erarbeitete Zukunftsbilder und Narrative.
Nach dem interessanten Vortrag tauschten sich die Teilnehmenden noch rege bei Biobrötchen der Back Kultur Lorenz und Getränken aus.
Das Internationale Ensemble Tango-Quintett der Stella Vorarlberg, Privathochschule für Musik, begleitete den Abend. © Bianca Burtscher
Der Vortrag kann hier nachgesehen werden: https://youtube.com/live/aoc2qwTUQDw?feature=share
