Aufblühn – Naturschutzbund lädt dazu ein, Salzburgs Pflanzen kennenzulernen

Erfahren, staunen, forschen – bei Exkursionen, Erlebniscamps und Citizen-Science ist für Jeden etwas dabei

Das Land Salzburg präsentiert sich uns vielerorts mit bunten Blumenwiesen, strukturreichen Hecken und naturnahen Wäldern. Und das ist wichtig, immerhin ist eine große Vielfalt an Pflanzen die Basis für eine intakte Natur und damit auch unser Leben. Doch wer weiß wirklich, was da wächst? Unser Wissen über die Pflanzen in unserer Umgebung ist in den letzten Jahrzehnten drastisch geschwunden. Der Naturschutzbund will nun unter dem Titel „Aufblühn“ die Vielfalt der Pflanzenwelt und ihre Bedeutung wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.

Vom Ahorn bis zum Zittergras – wer kennt alle Pflanzen, die um uns herum wachsen? Bei vielen von uns ist nach Gänseblümchen und Löwenzahn schon Schluss. Doch unsere Natur hat viel mehr zu bieten! Allein in Salzburg gedeihen 1.969 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen. Sie alle entführen bei genauer Beobachtung in eine unbekannte, spannende Welt. So kann man schon mit dem Betrachten einer Blütenform in einen Microkosmos eintauchen.

Daher lädt der Naturschutzbund nun dazu ein, die Pflanzenwelt vor unserer Haustür näher kennenzulernen. Er bietet dazu im Laufe der nächsten drei Jahre eine umfassende Veranstaltungsserie, bei der für jeden etwas dabei ist. Exkursionen und Bestimmungskurse ermöglichen allen Interessierten einen einfachen Einstieg in die Welt der Pflanzen. Bei Aktionstagen kann man nicht nur Blumen & Co. kennenlernen, sondern auch an Pflanzenexperimenten teilnehmen. Für Kinder gibt es zudem Erlebniscamps in der Natur und ein „maßgeschneidertes“ Programm im Rahmen einer Schulaktion sowie einen Wettbewerb, der das Pflanzenkennen für Schüler zusätzlich spannend macht. Bei „Aufblühn“ kann jeder mitmachen, der sich für die Salzburger Pflanzenwelt interessiert.

Wer bereits jetzt seine Pflanzenkenntnis unter Beweis stellen will, ist ab sofort dazu eingeladen, Funde von Blumen, Sträuchern oder Bäumen auf der online-Plattform des Naturschutzbundes www.naturbeobachtung.at bzw. der App naturbeobachtung.at zu melden. Auch Einsteiger können ihre Pflanzenfunde hier melden und bekommen von Experten Hilfe bei der Bestimmung. Die dabei gewonnenen Informationen werden in die Biodiversitäts-Datenbank des Hauses der Natur eingespeist und sollen als Basis für Schutzmaßnahmen dienen.

Ziel des Projektes ist es, die Artenkenntnis zu Pflanzen in der Salzburger Bevölkerung zu erhöhen und ihren Wert bewusst zu machen. Bestandsrückgänge sollen mit mehr Pflanzenwissen der Bürger und mit Hilfe der Citizen-Science-Plattform www.naturbeobachtung.at früher erkannt und so Gefährdungen besser entgegengewirkt werden. Die enge Zusammenführung von Wissenschaft und Hobbyforschern ist das besondere Element von „Aufblühn“, von dem beide Seiten profitieren: „Laien“ bekommen Expertenhilfe, die Wissenschaftler erhalten umfassende Daten.

Im Rahmen der Initiative „Natur in Salzburg“ der Landesrätin Maria Hutter, setzt sich auch der Naturschutzbund für mehr Naturbewusstsein ein. Der Naturschutzbund will mit dem Projekt „Aufblühn“ Alt und Jung dazu anregen, Salzburgs Pflanzenvielfalt zu entdecken, besser kennenzulernen und Beobachtungen zu dokumentieren. Partner sind die Salzburger Landesregierung, die Naturschutzjugend sowie die Berg- und Naturwacht. Umfangreiche Projektinfos auf www.aufbluehn.at


Die Fotoautoren finden sich im jeweiligen Dateinamen



24.06.2020

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