Der Nationalpark Donau-Auen – Hotspot am Grünen Band Europa

© Nationalpark Donauauen
Fünf Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 harrten NaturschützerInnen aus Österreich und ganz Europa in der winterlichen Au aus. Ihrer Durchsetzungskraft und ihrer Ausdauer ist es zu verdanken, dass anstelle des Kraftwerks Hainburg der Nationalpark Donau-Auen entstand und uns die wunderschöne Aulandschaft zwischen Wien und Bratislava erhalten blieb. Mittlerweile existiert der Nationalpark bereits 22 Jahre und ist eins von 21 niederösterreichischen Europaschutzgebieten und ein Hotspot am Grünen Band Europa. Der Nationalpark ist aber auch selbst ein grünes Band - ein grünes Band, das die Hauptstädte Wien und Bratislava und somit einst durch den Eisernen Vorhang getrennte Völker wieder miteinander verbindet.
 
Der König der Auen und die Wintergäste
Der Nationalpark ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Auch wenn es kalt ist, lohnt sich eine Entdeckungsreise. Im Winter steht  der „König der Auen“ ganz besonders im Fokus. Denn zu den heimischen Seeadler-Brutpaaren (derzeit sechs) und -Jungvögeln gesellen sich Wintergäste aus Nord- und Osteuropa, wo die Gewässer zum großen Teil zugefroren sind. Sie schätzen die überwiegend eisfreie Donau, finden sie doch gute Bedingungen für die Jagd nach Fischen und Wasservögeln vor. Neben dem imposanten Seeadler kann man aber noch weitere Vögel entdecken, wie zum Beispiel den Eisvogel, den Seidenschwanz, den Kleiber, den Eichelhäher oder den Buntspecht. Auf der Donau selbst zählen Schellente, Kormoran, Stockente, Mittelmeermöwe oder Lachmöwe zu den Wintergästen, auf den Altarmen sind es Graureiher, Zwergsäger oder Silberreiher. Neben Vogelbeobachtungen kann man bei den Spaziergängen durch den Nationalpark noch vieles mehr entdecken: Gefällte oder angeknabberte Bäume bedeuten, dass der Biber am Werk war. Der Nager ist auch im Winter aktiv und weil die Nahrungsmittel knapp werden, steht zur kalten Jahreszeit vor allem Weidenrinde auf seinem Speiseplan.
 
Facts zum Nationalpark:
Gründung 1996
Größe: 9600 ha
Der Nationalpark umfasst das größte, weitgehend intakte Augebiet Mitteleuropas.
Die Donau durchquert den Nationalpark auf 36 km freier Fließstrecke.
Vielfältige Lebensräume: Donaustrom, Alt- und Seitenarme, urwüchsige Auwälder, Tümpel, Schotterbänke, Trockenländen und andere wertvolle Lebensräume.
Einmalige Artenvielfalt: mehr als 800 Arten höherer Pflanzen, mehr als 30 Säugetierarten und 100 Brutvogelarten, 8 Reptilien- und 13 Amphibienarten, ca. 60 Fischarten.


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