Mitte April folgten 35 Wasserbau- und Auen-Fachleute aus ganz Österreich der Einladung von BML, Naturschutzbund und dem Projekt LIFE-IP IRIS. In Osttirol und Kärnten erlebten sie zwei der bedeutendsten Flusslandschaften der Alpen hautnah. Unter fachkundiger Leitung folgte die Gruppe dem Weg des Wassers von der gletschergeprägten Isel bis zu den weitläufigen Revitalisierungsflächen der Oberen Drau.
Expertise aus erster Hand
Das Besondere an diesem Tag war die hochkarätige Begleitung:
Dynamik, die man spüren kann
Das wichtigste Learning des Tages lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Raum! Ob in Oberlienz, bei Kleblach-Lind oder Obergottesfeld – es war faszinierend zu sehen, wie schnell die Natur zurückkehrt, wenn man den Flüssen ihre Dynamik lässt. Ein besonderes Highlight war die Deutschen Tamariske, die die ganze Exkursion „begleitete“. Experte Helmut Kudrnovski führte die Gruppe zu dieser seltenen Pionierpflanze, die als Indikator für intakte Wildfluss-Lebensräume gilt. Wir konnten sie in allen Stadien bewundern – vom winzigen Keimling bis zum stattlichen Strauch.
Ein Tag im Zeichen der Auenstrategie
Die Exkursion machte greifbar, wie die Ziele der österreichischen Auenstrategie – von der Flächensicherung bis zur Umweltbildung – vor Ort gelebt werden. Die Kooperation zwischen Wasserbau und Naturschutz schafft Synergien, die Mensch und Natur gleichermaßen nützen.
Trotz des morgendlichen Regens war die Stimmung hervorragend. Wir danken allen Beteiligten für den fachlichen Austausch und die fundierten Einblicke, die diesen Tag so wertvoll gemacht haben!
„Ein Fluss braucht Platz, um lebendig zu bleiben. Heute haben wir gesehen, dass Naturschutz und Hochwasserschutz Hand in Hand gehen können.“ (Fazit der Teilnehmenden)
Fotos: © Naturschutzbund Österreich, Luftbilder: © Johann Nesweda, Wasserbau Land NÖ
21.04.2026