Zwei sehr seltene Hummelarten am Wallersee entdeckt

Der Seehamer Wildbienenexperte Walter Wallner entdeckte Anfang August 2019 gleich zwei sehr seltene Hummelarten in den Feuchtwiesen am Wallersee: Die Deichhummel (Bombus distinguendus) und die Grubenhummel (Bombus subterraneus). Von der Deichhummel gibt es aus Salzburg nur einen sicheren  Nachweis aus dem Jahr 1957 aus Mattsee und der Fund der Grubenhummel ist überhaupt der erste sichere Nachweis.

Damit zählen die Wiesen am Wallersee zu den hummelartenreichsten Gebieten Österreichs. Bisher wurden dort 20 der 42 aktuell in Österreich noch vorkommenden Hummelarten nachgewiesen. Drei Hummelarten (Große Steppenhummel / Bombus fragrans, Armenische Hummel / B. armeniacus, Kleine Steppenhummel / B. laesus)  sind in Österreich leider bereits ausgestorben.

Die Feuchtwiesen am Wallersee rund um das Wenger und Zeller Moor sind ein letzter großräumiger Feuchtwiesenkomplex im Flachgau. Große Flächen sind seit fast drei Jahrzehnten vom Naturschutzbund (mit Unterstützung des Landes Salzburg und der Stadtgemeinde Neumarkt a. W.) gepachtet. Feuchtwiesen werden dort erhalten und ehemalige Fettwiesen ausgehagert. Der Fund der beiden Arten ist ein Erfolg dieser Bemühungen.

Nötig sind in Zukunft der Erhalt aller noch vorhandenen blütenreichen Magerwiesen und vor allem die Schaffung eines Netzwerks blütenreicher Wiesen im intensiv genutzten Grünland, damit sich seltene Insektenarten wieder ausbreiten und ein genetischer Austausch stattfinden kann.

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