Wer hat Zauneidechse, Schlingnatter & Co. gesehen?

| naturschutzbund | bittet um Hilfe

Zauneidechse © Barbara Baach

Jetzt ist Hochsaison für unsere heimischen Reptilien. Die wechselwarmen Tiere fühlen sich bei sommerlichen Temperaturen so richtig wohl. Doch auch, wenn man ihnen in den Sommermonaten öfter begegnet, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle heimischen Reptilien, immerhin 14 Arten, gefährdet sind. Schutzmaßnahmen zu setzen macht erst Sinn, wenn man weiß, wo die Tiere wirklich noch vorkommen.

Deshalb bittet der Naturschutzbund jetzt die Bevölkerung um Mithilfe: Wer eine Schlange, Eidechse oder auch Schildkröte sieht, möge diese Beobachtung auf der online-Plattform naturbeobachtung.at melden.

Wenn es im Unterholz raschelt, ist der Verursacher jetzt im Sommer oft ein Reptil: Vor allem die flinken Zauneidechsen machen sich so bemerkbar. Doch auch die sehr versteckt lebende Schlingnatter oder die seltene Würfelnatter sind höchst aktiv.

Dabei sind nur zwei unserer heimischen Reptilienarten giftig: die Kreuzotter und die Hornotter, auch Sandviper genannt. Letztere ist nur noch in Kärnten und am äußersten Süd-Zipfel der Steiermark zu finden.

Der Angst vieler Menschen vor den Reptilien will der Naturschutzbund nun mit Information begegnen. Als sehr aktive Nützlinge verdienen die Tiere zudem unseren Respekt. Immerhin sind Schlangen beachtliche Mäusefresser, während Eidechsen Schnecken und Insekten den Garaus machen.

Glattnatter © Wolfgang Schruf

Das Hauptproblem für Schutzmaßnahmen ist die mangelnde Kenntnislage zur aktuellen Verbreitung der heimischen Reptilien. Der Naturschutzbund will deshalb mit Hilfe der Bevölkerung möglichst rasch einen Überblick bekommen. Dafür sollen möglichst viele Beobachtungen auf der online-Plattform naturbeobachtung.at gemeldet werden. Dort gibt es auch eine ausführliche Beschreibung aller heimischen Reptilien sowie die Möglichkeit, Bestimmungshilfe zu erhalten und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Die gesammelten Beobachtungen der „Hobbyforscher“ werden von Experten ausgewertet und sollen als Basis für geeignete Schutzmaßnahmen dienen.

Reptilienbeobachtungen melden auf der online-Plattform www.naturbeobachtung.at


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