Naturschutzbund gegen Gasbohrungen in der Nationalparkgemeinde Molln

Die Bohrungen nach Erdgas in der Nationalparkgemeinde Molln sind in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebiets Jaidhaus sowie nur etwa zwei Kilometer von der Grenze des Nationalparks Kalkalpen geplant. Bei ihrer Realisierung wären direkte Beeinträchtigungen dieser beiden Schutzgebiete unausweichlich. Zudem müsste für die Errichtung und den Betrieb der Förderstellen die Infrastruktur massiv ausgebaut werden. Das geht mit Flächenversiegelung und zunehmendem Verkehrsaufkommen einher. Hinzu kommen Lärmbelästigung, Zerstörung des Landschaftsbildes sowie Verlust des Lebensraums für zahlreiche gefährdete Arten. Der Naturschutzbund Österreich spricht sich deshalb vehement gegen die Förderung von Erdgas als auch gegen Probebohrungen aus!

„Wir lehnen dieses Vorhaben absolut ab: Nicht nur, dass Natur geopfert werden soll - die Erschließung neuer fossiler Energiequellen steht dem dringend notwendigen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger diametral entgegen“, betont Naturschutzbund-Präsident Roman Türk.

Bildinfo:
Viele seltene Arten wie das Kleine Knabenkraut (Orchis morio) würden durch die Erdgasbohrungen ihren Lebensraum verlieren.
Dieses Bild ist mit Nennung des Bildautors Franz Horvath im Zusammenhang mit Berichten über die Arbeit des Naturschutzbundes frei verwendbar.

 

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