Hitze, Trockenheit und Lebensraumverlust: Österreichs Vögel brauchen jetzt unsere Hilfe

Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie sehr der Klimawandel unsere heimische Vogelwelt unter Druck setzt. Wenn Wasserstellen austrocknen, Nahrung knapp wird und wertvolle Lebensräume verschwinden, wird das Überleben für viele Arten schwieriger. Der Naturschutzbund setzt sich mit konkreten Projekten für ihren Schutz ein – und braucht dabei Unterstützung.

© Hans Glader

Die Hitze war vielerorts drückend, Flüsse führten Niedrigwasser und an manchen Wasserstellen blieb es ungewöhnlich still. Mit Temperaturen von bis zu 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg hat der Sommer 2026 einmal mehr gezeigt, wie rasant sich unser Klima verändert. Für die heimische Vogelwelt sind solche Entwicklungen längst mehr als ein Wetterphänomen: Wenn Wasserstellen austrocknen, Nahrung knapp wird und Brutplätze der Hitze schutzlos ausgeliefert sind, kann der Klimawandel zur akuten Überlebensfrage werden.

Auch die Entwicklung der Vogelbestände gibt Anlass zur Sorge. Eine aktuelle Auswertung von Eurostat zeigt: Zwischen 2000 und 2024 sind die Bestände der häufigen Vogelarten in der Europäischen Union um 15,1 Prozent zurückgegangen. Besonders dramatisch ist die Situation bei Feld- und Wiesenvögeln: Ihre Bestände sind im selben Zeitraum um 32,1 Prozent eingebrochen. „Die Ursachen sind vielfältig. Intensive Landwirtschaft verändert wertvolle Lebensräume und verringert das Nahrungsangebot. Gleichzeitig verschärfen Hitze, Trockenheit und andere Folgen des Klimawandels den Druck auf die ohnehin gefährdeten Arten. Wenn Vögel aus unserer Landschaft verschwinden, verstummt nicht nur ihr Gesang. Ihr Rückgang ist ein deutliches Warnsignal für den Zustand unserer gesamten Natur“, warnt Gernot Neuwirth, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Österreich.

Konkreter Vogelschutz direkt vor unserer Haustür
Doch der Naturschutzbund Österreich schaut nicht tatenlos zu. Seit mehr als 100 Jahren setzt sich die Organisation für den Schutz der heimischen Natur und Artenvielfalt ein – mit konkreten Maßnahmen in allen Teilen Österreichs:
In Vorarlberg werden etwa der Große Brachvogel und der Kiebitz durch Gelegeschutz unterstützt. In Niederösterreich werden durch gezielte Kartierungen die Schutzmaßnahmen weiter angepasst. Im Burgenland wird durch die langfristige Betreuung von mehr als 700 neuen Nistkästen im Punitzer Wald sichergestellt, dass die Vögel geeignete Brutplätze finden. In Oberösterreich widmet sich der Naturschutzbund dem Schutz des Wiedehopfs im Mühlviertel. Gleichzeitig werden in der Greifvogel- und Eulenschutzstation in Linz-Ebelsberg verletzte und hilfsbedürftige Tiere fachgerecht versorgt. In der Steiermark wiederum entstehen schwimmende Brutinseln für die anspruchsvolle Flussseeschwalbe im Biosphärenpark Steirische Grenzmur. Nähere Informationen zu den einzelnen Vogelschutz-Projekten des Naturschutzbundes findet man HIER.

Helfen Sie mit, Österreichs Vogelwelt zu bewahren!
Diese Projekte zeigen: Vogelschutz wirkt – wenn wir handeln. Doch der Erfolg ist nicht selbstverständlich. Lebensräume müssen gepflegt, Nistplätze erhalten und neu geschaffen sowie verletzte Tiere versorgt werden. Dafür sind die Naturschutzarbeit und die Unterstützung engagierter Menschen unverzichtbar. Jeder geschützte Brutplatz, jeder erhaltene Lebensraum und jedes gerettete Tier ist ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt unseres Landes. Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, dass Österreichs Vogelwelt auch in Zukunft eine Chance hat. „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es in unseren Wäldern, Wiesen und Feuchtgebieten auch morgen noch zwitschert und singt. Danke für Ihre Unterstützung und Ihren Beitrag zum Schutz unserer heimischen Natur!“, sagt Neuwirth.

Bitte unterstützen Sie die Vogelschutzprojekte des Naturschutzbundes mit Ihrer Spende:
Spendenkonto: AT02 2040 4000 4284 5115, BIC: SBGSAT2SXXX

09.09.2026

Zurück

.