Finger weg von der Wasserrahmenrichtlinie!

Europa entscheidet über die Zukunft unseres Wassers. | naturschutzbund | ruft zur Unterstützung auf: Jeder kann seine Stimme abgeben

Knapp 20 Jahre ist nun das EU-Wasserschutzgesetz, das den Schutz unserer Seen, Bäche, Flüsse und unseres Grundwassers fördern und einfordern soll, in Kraft. Nun steht die sogenannte Wasserrahmenrichtlinie, kurz WRRL, auf dem Prüfstand. Aktuell findet der sogenannte „Fitness Check“ statt, bei dem die Mitgliedsstaaten, Industrie- und Umweltverbände, aber auch die Öffentlichkeit eingebunden werden. Die Gefahr, dass eine Reform der WRRL zu einer deutlichen Schwächung des Wasserschutzes führt, ist dabei groß, denn Forderungen nach weniger strengen Regeln werden immer lauter. Der Naturschutzbund fordert deshalb: „Finger weg von der Wasserrahmenrichtlinie!“

© Wolfgang Schruf

Ohne Wasser kein Leben. Viele Menschen haben bereits heute nur eingeschränkten Zugang zu Wasser, der Klimawandel verschärft diese Situation noch. Hinzu kommt, dass die Wasserqualität vielerorts abnimmt und damit als lebensspendendes Nass für Mensch, Tier und Pflanze seinen Wert zunehmend verliert. Es ist deshalb dringend geboten, die Wasserressourcen der Erde zu schützen, sowohl die Menge an sich, als auch die Qualität. Mit ihrer Wasserrahmenrichtlinie hat die EU ein Mittel, für alle europäischen Gewässer einen „guten Zustand“ einzufordern, also eine hohe Wasserqualität und gute Lebensbedingungen für die im und am Wasser lebende Tier- und Pflanzenwelt und damit auch für uns Menschen.

Nun soll die WRRL kritisch unter die Lupe genommen werden und es gibt Gruppen, die ein Interesse daran haben, die Wasserrahmenrichtlinie zu schwächen. Dabei werden zumeist kurzfristige wirtschaftliche Interessen ins Feld geführt.

Um unser Wasser auch für zukünftige Generationen zu sichern, darf die Wasserrahmenrichtlinie keinesfalls geschwächt werden!

Das ist die Forderung des Naturschutzbundes und vieler weiterer Natur- und Umweltschutzorganisationen, die sich zu einem Bündnis für den Schutz unserer Gewässer zusammengeschlossen haben. „Die Richtlinie muss in ihrer bestehenden Form besser und ambitionierter umgesetzt werden. Sie ist ein gutes Gesetz, das unsere Seen, Flüsse und unser Grundwasser bewahren kann. Mängel gibt es lediglich bei der Umsetzung. Was wir brauchen ist echter politischer Wille, die Ziele der Richtlinie zu erfüllen und die dringend notwendigen Schutzmaßnahmen endlich umzusetzen. Wer über die Aufweichung der Wasserrahmenrichtlinie verhandelt, spielt mit der Qualität unserer Gewässer. Damit sind weitreichende Folgen für die Umwelt und die Lebensqualität jedes Einzelnen verbunden“, warnt Naturschutzbund-Geschäftsführerin Birgit Mair-Markart.

Jeder kann für unser Wasser stimmen
Beim „Fitness Check“ für die Wasserrahmenrichtlinie kann jetzt jeder seine Stimme für unser Wasser abgeben. Über 100.000 Menschen haben das in den letzten Wochen bereits getan. Der Naturschutzbund bietet auf seiner Website www.naturschutzbund.at die Möglichkeit, die Aktion noch bis März 2019 zu unterstützen.


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