Bestäuber in der Krise: Großer Wirtschaftsschaden droht

Naturschutzbund informiert über Insekten-Leistung und Schutzmöglichkeiten

© Wolfgang Schruf

Wir betrachten die Bestäubung von Acker- und Wildpflanzen durch Insekten als selbstverständliche Gratisleistung. Gleichzeitig machen wir ihnen das Leben aber ziemlich schwer. Ihr zahlenmäßiger Rückgang sowie das Verschwinden der Insektenvielfalt nehmen inzwischen dramatische Ausmaße an. Doch nicht nur die Natur braucht Bienen & Co: Die Dienstleistung dieser Tiere ist auch von hohem ökonomischem Wert. Je nach Berechnungsmethode beträgt ihre Wirtschaftsleistung zwischen 200 und 500 Mrd. Euro jährlich – ein handfester Grund sich für den Schutz der Sechsbeiner einzusetzen. In seiner aktuellen Zeitschrift informiert der Naturschutzbund umfangreich über die vielfältigen Funktionen der Bestäuberinsekten und zeigt auf, was sowohl im Großen als auch im Kleinen getan werden kann, damit die Situation für sie besser wird.

Honigbienen versorgen uns mit Honig, das ist allen bekannt. Eine viel größere Bedeutung kommt ihnen und ihren wilden Verwandten aber als Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen zu. Denn Bienen – neben der Honigbiene gibt es in Österreich weitere 696 Wildbienenarten, zu denen auch Hummeln zählen – sind gemeinsam mit (Schweb)Fliegen, Schmetterlingen und anderen für die Bestäubung von 90 % aller Blütenpflanzen verantwortlich. Aber auch 5 – 8 % der globalen, für uns Menschen genutzten Pflanzenproduktion sind ausschließlich auf Tierbestäubung angewiesen.

Ohne Bienen keine Äpfel

Zwischen 200 und 500 Mrd. Euro – je nach Berechnungsmethode – beträgt die Wirtschaftsleistung der Bestäuber jährlich. Diese riesige Summe sollte uns die Bedeutung von Bienen & Co deutlich vor Augen führen. Vor allem in der Nahrungsmittelproduktion wird die Leistung der Insekten sichtbar, denn ohne Bienen kein Apfel, keine Marille und kein Kürbis.

Der Naturschutzbund beschreibt in der Ausgabe seiner Zeitschrift natur&land die vielfältigen Funktionen von bestäubenden Insekten und zeigt auf, dass ein Umdenken in der Landnutzung dringend nötig ist. Darüber hinaus gibt´s Tipps, was jeder Einzelne tun kann, damit die Situation für die gratis arbeitenden „Dienstleister“ besser wird.

Bestäuber in der Krise. Warum wir Bienen & Co. brauchen. 72 Seiten, 4-färbig. Kosten: € 6,50 zzgl. Versand.

In die Broschüre hineinblättern und gleich bestellen kann man das Heft im Webshop des Naturschutzbundes auf https://naturschutzbund.at/shop.html


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