Bald ist Vogelhochzeit – jetzt Nistkästen reparieren und bauen!

Nun ist DIE Zeit, um Nistkästen zu reparieren oder neue Nisthilfen anzubringen, denn bereits im März beginnt die Brutzeit vieler Singvögel

Viele der typischen Gartenvögel wie Kohl- und Blaumeise sind auf kleine Höhlungen als Nistplatz angewiesen. Leider sind heutzutage alte, höhlenreiche Bäume oft Mangelware und sollten deshalb so weit wie möglich erhalten werden. Wo sie fehlen, kann man als Alternative Nisthilfen anbieten. Auch Nischenbrüter wie Bachstelze, Grauschnäpper und Hausrotschwanz kann man durch spezielle Halbhöhlen-Kästen im eigenen Garten fördern.

© Josef Limberger

„Good to know“ beim Nistkästen Bauen
Beim Bau und dem Anbringen der Nistkästen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten: Die Wahl des richtigen Baumaterials sowie die Maße des Nistkastens sind wichtig: Generell ist zum Nistkastenbau unbehandeltes und sägeraues Holz mit ca. 2 cm Stärke empfehlenswert. Zu kleine Nisthilfen bieten keinen optimalen Schutz vor Beutegreifern und können zudem die Jungenaufzucht durch Platzmangel beeinträchtigen. Auch die Größe des Einfluglochs spielt eine wichtige Rolle: So benötigt die Kohlmeise eine Einflugweite von 32 mm, die kleinere Blaumeise passt auch durch ein 28 mm großes Einflugloch, kann aber auch Kästen mit größeren Einflugweiten nutzen.

Wann die neue „Ein-Zimmer-Wohnung“ bezugsfertig ist
Die neue „Ein-Zimmer-Wohnung“ für die gefiederten Bewohner sollte – vor Regen und Wind geschützt – in etwa zwei bis drei Metern Höhe angebracht werden. Ruhige, möglichst katzen- und mardersichere Standorte, zum Beispiel an einer Hausmauer, sind am besten geeignet. Zur Befestigung an Bäumen eignen sich Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die die Rinde nicht beschädigen. Einen freien Anflug lieben fast alle Vogelarten; deshalb sollten die Nistkästen nicht im Dickicht oder in dicht verzweigten Bäumen angebracht werden. Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben gestrichen werden.

Kolonienbrüter bevorzugen „Reihenhäuschen“
Nisthilfen von gleicher Bauart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden, dadurch ist eine friedliche und stressfreie Nachbarschaft gewährleistet. Eine Ausnahme stellen Koloniebrüter wie die geselligen Feld- und Haussperlinge dar; diese lieben das Leben in einem großen Familienverbund. Mehrere Nistkästen für Höhlenbrüter, im Reihenhaus-Stil nebeneinander angebracht, wissen sie daher besonders zu schätzen.

Sobald eine passende Kinderstube bereitet ist, heißt es für genügend Futter zu sorgen: Unsere gefiederten Freunde brauchen ausreichend Insekten zur Aufzucht ihrer Jungen. Nur in einem naturnah gestalteten Garten mit heimischen Wildpflanzen, Bäumen und Sträuchern sowie Asthaufen, Totholz und Steinmauern finden die Elterntiere genug Nahrung, um alle hungrigen Schnäbel stopfen zu können. Darüber hinaus bieten Naturgärten auch vielen anderen heimischen Tierarten wie Igeln, Wildbienen, Erdkröten und Zauneidechsen einen geeigneten Lebensraum. Auf Pestizide sollte man im Garten ganz verzichten!

Neben höhlen- und nischenbrütenden Singvögeln kann man mit speziellen Nistkasten-Typen auch Vogelarten wie Mauersegler und Turmfalke sowie Fledermäuse und Hummeln unterstützen.

HIER finden sich verschiedenste Bauanleitungen für diverse Nisthilfen.

 

23.02.2026

 

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