Am 2. Februar ist Welttag der Feuchtgebiete

Der Naturschutzbund stellt deshalb die Blume des Jahres 2018 in den Focus - sie steht für den Schutz eines der am stärksten bedrohten Ökosysteme: naturnahe Flussauen.

© Alexander Jahn

Wo der Langblättrige Ehrenpreis noch vorkommt, säumt er in einem blau-lila leuchtenden Band die sommerlichen Ufer unserer Flüsse. Dort lebt er zusammen mit unglaublich vielen anderen, hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten wie dem Braunkehlchen, der Rotbauchunke und dem Wiesen-Alant. Hier pulsiert das Leben. Doch der Mensch lässt den Auen immer weniger Raum. Rund Dreiviertel unseres österreichischen Auenbestandes ist bereits verschwunden, von den verbliebenen Auen sind nur noch etwa die Hälfte ökologisch intakt. Dabei sind Auen auch für den Hochwasserschutz und als CO2-Speicher von großer Bedeutung.

Deshalb hat der Naturschutzbund Österreich der mit dem Langblättrigen Ehrenpreis eine seltene Auenpflanze zur Blume des Jahres 2018 für Österreich gekürt. Als sogenannte Stromtalpflanze findet seine Ausbreitung über das Wasser statt – das ist natürlich nur dort möglich, wo der Fluss nicht verbaut wurde und Raum hat, über die Ufer zu treten. Der Langblättrige Ehrenpreis gilt bei uns inzwischen als "stark gefährdet". "Wir haben ihn zur Blume des Jahres erklärt, weil wir daran erinnern wollen, dass es Auen braucht - zum Überleben für Mensch, Tiere und Pflanzen“, sagt die Naturschutzbund-Geschäftsführerin und Kommunikationsbeauftragte des Nationalen Ramsarkomiteen Birgit Mair-Markart.

*Am 2. Februar 1971 wurde in Ramsar im Iran das Übereinkommen über "Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung" mit dem Ziel verabschiedet, Feuchtgebiete nachhaltig zu nutzen und zu schützen. Seit 1997 wird der Internationale Tag der Feuchtgebiete begangen, um die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Feuchtgebiete und die Bekanntheit der Ramsar-Konvention zu steigern.

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