Ziesel in Trasdorf - gute Lösung in Sicht

Ziesel Foto: G. Neuwirth

Am Föhrensee in Trasdorf, Gemeinde Atzenbrugg fühlen sich Ziesel sehr wohl. Nun sollen dort aber Wohnhäuser errichtet werden und damit stellt sich wieder einmal die Frage, wie sind die beiden Ansprüche an einen Raum unter einen Hut zu bringen?

Das Ziesel zählt zu den gefährdeten Arten und damit schreibt das NÖ Naturschutzgesetz vor, dass kein Eingriff in die Population erfolgen darf. Das Amt der NÖ Landesregierung kann aber eine Ausnahmegenehmigung erteilen, sofern es keine andere zufriedenstellende Lösung gibt und die Populationen der betroffenen Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet trotz der Ausnahmegenehmigung ohne Beeinträchtigung in einem günstigen Erhaltungszustand verweilen.

Leider wird nicht immer eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt. Diese Prüfung muss vom Projektbetreiber beantragt werden. Tut er das nicht, kann er Glück haben und niemand weiß, dass durch die Baumaßnahme eine Population einer gefährdeten Art betroffen ist. Oder er hat Pech und der Verstoß gegen § 18 des NÖ Naturschutzgesetz wird bekannt und er macht sich dadurch strafbar. Er kann im Vorfeld auf das Vorkommen aufmerksam gemacht werden, er kann aber nicht dazu verpflichtet werden, um eine Ausnahmebewilligung anzusuchen.

Im Falle vom Föhrensee hat nun die zuständige Behörde, die BH Tulln, aufgrund der Intervention von uns und anderen Personen und Organisationen einen Baustopp eingeleitet und der Projektbetreiber hat um artenschutzrechtliche Bewilligung angesucht. Dank zweier sehr engagierter Naturschützer*innen vor Ort ist dies gelungen. Nun kann tatsächlich nach einer guten Lösung gesucht werden.


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