Vergifteter Köder in Pölla im Waldviertel

© Martin Scheuch

Martin Scheuch, Leiter der Regionalgruppe Kamptal des Naturschutzbund NÖ, entdeckte in der Nähe der Ruine Dobra in der Gemeinde Pölla einen Kaninchen-Kadaver, der mit dem Pestizid Carbofuran bestäubt war. Er zeigte den Fund bei der Polizei an. Da es nur ein halber Kadaver war, ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Köder ausgelegt wurden. Der Naturschutzbund NÖ appelliert aus diesem Grund an alle, die in der Gegend rund um die Ruine Dobra unterwegs sind, aufmerksam zu sein und weitere Funde zu melden. Derartige Köder sind für Beutegreifer wie Greifvögel, Wölfe, Füchse, Dachse, Wildschweine, aber auch für Hunde tödlich. „Jene, die Giftköder aussetzen, gefährden Wild- und Haustiere, darunter auch vom Aussterben bedrohte Arten. Sie haben daher mit hohen Strafen zu rechnen. Warum es trotzdem immer noch passiert, ist nicht nachvollziehbar.“, sagt Mag.a Margit Gross, Geschäftsführerin des Naturschutzbund NÖ.

Hochwirksames Nervengift
Seit 2007 ist das hochtoxische Nervengift Carbofuran in der EU nicht mehr zugelassen. Verkauf, Besitz und Anwendung sind strengstens verboten. In ganz Europa sterben hauptsächlich Vögel, insbesondere Greifvögel, an den Folgen von Tierkadavern, die mit Carbofuran präpariert waren. In Niederösterreich fand man zuletzt im vergangenen Jänner im Bezirk Waidhofen an der Thaya einen toten Seeadler, der mit dem Pestizid vergiftet wurde.

 

 

 

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