Restaurierung des Moores in der Meloner Au

Im Rahmen des Projekts Restaurierungsmaßnahmen im Wald- und Weinviertel werden in einem Moor der Meloner Au (Gemeinde Altmelon) Maßnahmen zur Pflege und Erhaltung umgesetzt. Das Moor befindet sich im Natura-2000-FFH-Schutzgebiet „Waldviertler Teich-, Heide- und Moorlandschaft” und grenzt direkt an das Naturschutzgebiet „Meloner Au”.

Das Moor in der Meloner Au soll mittels Mahd artenreicher werden © M. Maier

Pflanzenwelt im Moor
Die aktuelle Vegetation entspricht dem Biotoptypen einer frischen, basenarmen Magerwiese der Tieflagen, die von Gräsern (Schwingel) dominiert wird. Am südwestlichen Rand befindet sich ein kleiner ehemaliger Torfstich, dessen Vegetation sich in verschiedenen Sukzessionsstadien befindet. Hier wachsen Moosbeere, Sumpfporst, Drachenwurz, Fieberklee und Wollgras. Die umgebenden Moorheide-Streifen, dominiert von Heidelbeere, Rausch- und Preiselbeere, gehen in Rotföhren- und Fichtenmoorwälder über. Im Südosten finden sich noch lichte Moorwälder, in denen die Latsche als Relikt der ursprünglichen Latschenhochmoore vorkommt.

Maßnahmen für den Moorschutz
Für das Moor wurde 2024 ein Umsetzungskonzept für Moorschutzmaßnahmen erstellt. Ein zentraler Bestandteil ist das Verschließen der Entwässerungsgräben sowie die Wiederaufnahme der traditionellen Mahd des Magerrasens. Früher wurde das Moor einmal jährlich gemäht und das Mähgut abtransportiert. Diese Praxis soll in diesem Projekt für die kommenden Jahre wieder etabliert werden, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

Beim Messen des Wasserspiegels mit einem manuellen Pegel © M. Maier

Hydrologisch stark gestört
Durch die zahlreichen Entwässerungsgräben im oberen Bereich ist das Moor hydrologisch stark beeinträchtigt. In intakten Mooren liegt der Grundwasserspiegel nahe der Geländeoberkante und sinkt maximal 10-15 cm unter diese ab. Durch Entwässerung fällt der Spiegel bei trockenen Bedingungen oftmals auf 50-80 cm unter Flur. Niederschläge heben den Spiegel lediglich vorübergehend. Unsere Messungen bestätigen die gestörte Hydrologie: Im Juli 2024 lag der tiefste Wasserspiegel bei 79 cm unter der Oberfläche und im Juni 2026 sogar bei teils über 100 cm unter der Oberfläche, bei einer Torfmächtigkeit von über 3 Metern. Auch Mineralisierungszeiger wie Pfeifengras oder Besenheide deuten auf die gestörte Feuchtigkeit hin.

Monitoring und Erfolgskontrolle
Ein automatischer Pegel überwacht kontinuierlich den Wasserstand, Druck und Temperatur. Diese Langzeitmessungen ermöglichen Rückschlüsse auf das Management und die Planung notwendiger hydrologischer Maßnahmen. Parallel dazu werden Vegetationskartierungen durchgeführt, um den Erfolg der Mahd zu evaluieren. Sie dienen als Basis für die Anpassung des Managements und zielen auch auf die Förderung der Echten Arnika ab.

Das Projekt "Restautierungsmaßnahmen im Wald- und Weinviertel (Trockenrasen, Feuchtwiesen und Moore)" wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gefördert.

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