MOIST: Auf der Suche nach organischen Böden

Bodenprobe © Axel Schmidt

Organische Böden speichern viel Kohlenstoff und spielen damit eine große Rolle im Klimaschutz. Werden sie entwässert, entweicht CO2 in die Atmosphäre und trägt damit zum Treibhauseffekt bei. Ein wichtiges Ziel im Klimaschutz ist damit die Erhaltung und Wiederherstellung von organischen Böden. Hinzu kommt deren Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität, denn wenn wir von organischen Böden reden, reden wir auch von Torfböden und damit von Mooren.

Wo in Österreich gibt es organische Böden?

Einen ersten Einblick gibt die Studie des Umweltbundesamtes „Organische Böden in Österreich: Ausmaß, Bewirtschaftung und Treibhausgasemissionen“ (https://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/rep0932.pdf). Auf Basis der vorhandenen Informationen wurden Modelle erstellt, welche potentielle Torfbodenvorkommen identifizieren. Die modellierte Karte liegt derzeit vor, und nun wird im Freiland überprüft, ob die Standorte auch tatsächlich organische Böden aufweisen. Dabei sind jeweils ein Bodenkundler und ein Vegetationskundler gemeinsam unterwegs - vor allem im Waldviertel.

Axel Schmidt hat bis heute gemeinsam mit Hans-Peter Haslmayer von der AGES bereits 54 Geländeaufnahmen gemacht. Ende des Jahres wird der Bericht vorliegen. Dieses Ergebnis ist vor allem im Hinblick auf die EU-Wiederherstellungsverordnung von großer Bedeutung.

Zum Thema:
Projekt MOIST: Erfassung degradierter Moorflächen Österreichs und Beurteilung ihrer Eignung zur Regeneration

Das Projekt MOIST wird durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

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