Lernen in der Natur: Workshops für Schulklassen im Tullnerfeld

Schüler*innen beim Lernen in der Natur © Sabine Kainz

Im LEADER-Projekt "Natur erleben, verstehen und fördern im Tullnerfeld" wurde ein interaktiver Workshop für Schüler*innen der 3. und 4. Klasse der Volksschule zur Natur in der Region mit dem Titel „Vielfalt direkt um‘s Eck“ entwickelt. Dabei lernen die Kinder spielerisch und mit unterschiedlichen Methoden charakteristische Tierarten des Tullnerfelds kennen. Gemeinsam mit der Workshopleiterin erforschen sie, was diese Tierarten benötigen, um hier gut leben zu können. Im Mittelpunkt stehen Feldhamster, Ziesel, Feldhase, Kiebitz, Rebhuhn, Wechselkröte und Laubfrosch und deren Lebensräume.  Diesen Frühling wurden zehn Workshops mit Klassen der Volksschulen Kirchberg am Wagram, Zwentendorf, Königstetten und der Dorfschule MuWi in Muckendorf/Wipfing durchgeführt. Sie stießen bei Schüler*innen und Padagog*innen auf großes Interesse. Mithilfe von Elternbriefen wird das erarbeitete Wissen auch über den Klassenraum hinaus in die Region getragen.

Die Workshops werden durch Exkursionen zur biologischen Vielfalt direkt vor der Haustür ergänzt, die ebenfalls für die Primärstufe geeignet sind. Bei der Exkursion mit der VS Königsbrunn am Wagram standen die Themen artenreiche Wiese und Insekten sowie die ökologische Bedeutung von Totholz und Baumhöhlen im Fokus. Außerdem wurden die Räuber-Beute-Dynamiken zwischen Turmfalken und Mäusen sowie die Relevanz von Vogelgesang in der Paarungszeit vermittelt. Bei den Lehrausgängen mit der VS Michelhausen wird im Juni gemeinsam erforscht, welche Tier- und Pflanzenarten in und rund um die Ausgleichsflächen der Hochgeschwindigkeitsbahn Lebensraum finden.

BioBlitz: Über 1.100 Beobachtungen in einer Woche

Eine Schulklasse hat beim BioBlitz eine Ringelnatter entdeckt © Philip Holzweber

Vom 4. bis 8. Mai hatten interessierte Klassen der mittleren und höheren Schulen der Region die Möglichkeit, am BioBlitz „Artenvielfalt im Tullnerfeld“ mitzuwirken. Ziel war es gemeinschaftlich möglichst viele Pflanzen-, Tier- und Pilzarten in der Region zu dokumentieren. Rund 200 Schüler*innen waren eifrig bei der Sache und haben in dieser Woche mehr als 1100 Beobachtungen auf iNaturalist hochgeladen. Insgesamt konnten 266 verschiedene Arten dokumentiert werden, von häufig vorkommenden Wiesenpflanzen über Moose, Flechten, zahlreiche Insekten, Amphibien und Reptilien, Vögel und Pilze bis hin zum Europäischen Biber. Eine Klasse hat sogar eine Ringelnatter „hautnah“ erlebt.

Für viele Klassen stand beim BioBlitz auch der Erstkontakt mit der Plattform iNaturalist im Focus. Im Vorfeld der Aktion wurden im Projekt Unterlagen zum einfachen Umgang mit der Meldeplattform erstellt und an die Pädagog*innen für deren Vorbereitung übermittelt.

 

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union.

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