Herdenschutz in Österreich

Naturschutzbund ist Partner im neuen Projekt zum Schutz von Weidetieren

© Lucas Ende

Am 1. September 2020 startete offiziell das größte von der EU kofinanzierte Herdenschutzprojekt namens “LIFEstockProtect” in Österreich, Bayern, Südtirol unter der Führung von BIO AUSTRIA Niederösterreich/Wien mit Unterstützung der European Wilderness Society. Der Naturschutzbund ist Partner des Projekts und wird sich durch thematische Workshops mit den Praktikern um Lösungsansätze für die Herausforderungen im Herdenschutz bemühen.

LIFEstockProtect ist mit einem Budget von 5 Millionen Euro finanziert und richtet sich für eine Dauer von 5 Jahren an alle Nutztierhalter, egal ob es sich dabei um Rinder-, Kühe-, Schweine-, Geflügel-, Schafe-, Pferde- oder Ziegenhaltern handelt. Das Projekt wird unter der Federführung von BIO AUSTRIA Niederösterreich/Wien durchgeführt. Bei der Projektentwicklung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Fachkompetenz von Herdenschutzexperten aus der Landwirtschaft sowie die Einbindung zahlreicher landwirtschaftlicher Organisationen, Umweltschutzverbänden und öffentlichen Einrichtungen gelegt.

Der Naturschutzbund bringt sich als Partnerorganisation als Vermittler in Österreich ein. Innerhalb von Workshops und einer Konferenz soll in enger Zusammenarbeit und im Austausch mit den betroffenen Interessengruppen die unterschiedlichsten Hürden für die Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen identifiziert und gemeinsam Lösungsansätze formuliert werden. Damit kann aktiv an der Verbesserung der Fördersysteme und den zugrundeliegenden Strukturen gearbeitet werden und es wird das gegenseitige Verständnis für die Herausforderungen im Herdenschutz gestärkt.

Letzte Woche trafen sich alle Partnerorganisationen zum internen Kick-Off Meeting – aufgrund von Covid-19 Restriktionen natürlich online. Das schmälerte allerdings nicht die Begeisterung aller Beteiligten über den lange ersehnten Projektstart. Ab jetzt werden alle wesentlichen Vorbereitungen für die Maßnahmen der nächsten fünf Projektjahre gesetzt.

Die Auftaktveranstaltung ist unter Berücksichtigung der Auflagen durch COVID-19 für den November 2020 geplant. Drei weitere Herdenschutzkonferenzen werden in den Folgejahren durchgeführt. Die ersten von insgesamt 180 Schulungen und Workshops werden ab dem Frühjahr 2021 angeboten.

Mehr Informationen zum Projekt findet ihr unter https://lifestockprotect.info/

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