Die Flugdistanz bestimmt den Fortpflanzungserfolg von Wildbienen

© Manfred Richter

Wenn ein Wildbienenweibchen zwischen einem geeigneten Nistplatz und ihren Futterpflanzen hin und her fliegt, kann das zu einer Frage des Überlebens werden. Denn ohne den artspezifisch benötigten Pollen gibt es keinen Nachwuchs. Bleibt sie aber wegen zu weiter Versorgungsflüge zu lange dem Nest fern, kann ein Brutparasit ein Ei in die gerade offene Zelle legen und die Bienenlarve ist zum Tode verurteilt. Ums Überleben geht es bei den Flügen aber auch beim Bienenweibchen selbst, denn je größer die Distanz zwischen Nest und Futterquelle, desto mehr Gefahren drohen ihr: Fressfeinde, Unfälle u.v.m.

Große Distanzen zwischen Nistplatz und Futterpflanzen haben also viele negative Auswirkungen auf Bienen. Für kleine Bienenarten sind auch 300 m bereits eine große Distanz, große Arten über 15 mm Körpergröße schaffen bis zu 1.500 m. Deshalb brauchen Bienen eine kleinräumige Landschaft mit Nistplätzen in der Nähe von blühenden Flächen!

Wir setzen uns deshalb dafür ein, Gärten wieder vielfältiger zu gestalten und ganz allgemein eine  kleinräumige Landschaft zu fördern. Nur dann finden Wildbienen – und auch viele andere Tiere – eine gute Grundlage zum Leben!

Wie auch Sie unseren Bienen "unter die Flügel greifen" können, erfahren Sie auf unserer Website www.naturverbindet.at.

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