Augen auf beim Bergsteigen! Wir suchen die Berglandhummel!

Wenn Sie zu den bergsteigenden Naturbeobachterinnen und Naturbeobachtern gehören, ist an Ihnen sicherlich schon einmal eine „hochgebirgstaugliche“ Hummel vorbeigeflogen. Von den 45 heimischen Hummelarten haben sich nämlich etliche aufs Hochgebirge spezialisiert und übernehmen dort die
Bestäubung von Pflanzen wie Läusekräutern, Stängellosem Leimkraut oder Enzianarten. Eine davon ist die Berglandhummel (Bombus monticola), die im Hochgebirge bis in Höhen von 3.000 m anzutreffen ist, nur ausnahmsweise kommt sie auch in Tallagen vor.

© Johann Neumayer

Die Berglandhummel ist normalerweise leicht an ihrer roten Hinterleibsfärbung erkennbar, die sich über mehr als 3/4 des Hinterleibs erstreckt. Am Mesosoma hat sie zwei gelbe Binden, von denen die zweite eindeutig v-förmig ist. Schwierig wird die Bestimmung, wenn verdunkelte Exemplare auftreten, bei denen die gelben Binden nur undeutlich ausgeprägt sind. Diese sehen dann der sehr seltenen Alpenhummel ähnlich, die aber erst ab 2.500 m, also nur in allerhöchsten Lagen, vorkommt.

Genügend Hummeldaten von hochalpinen Region - das ist etwas, was sich die Forscher wünschen. Doch die Verbreitungskarten sind extrem lückig. Deshalb ersuche ich Sie heute, uns bei der Datensammlung zu helfen! Wenn Sie im Hochgebirge auf Hummeln treffen, dann fotografieren Sie diese bitte und melden uns Ihre Beobachtung auf www.naturbeobachtung.at. Ganz wichtig ist dabei eine möglichst genaue Höhenangabe des Fundortes. Einen detaillierten Steckbrief der Berglandhummel finden Sie hier.

Unterstützt wird unsere Initiative aus Mitteln des Bienenschutzfonds, der vom Lebensmittelhändler Hofer und dem | naturschutzbund | gegründet wurde. Wir hoffen, mit Ihrer Hilfe genügend Daten zu erhalten, um Ihnen in einigen Monaten neue und gesicherte Erkenntnisse über die Hochgebirgshummeln präsentieren zu können!

 

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