Mit der aktuellen Novelle des Salzburger Campingplatzgesetzes setzt sich eine Entwicklung fort mit der Schritt für Schritt unabhängige Kontrollmechanismen im Natur- und Umweltschutz weiter geschwächt werden. Insbesonders die Kontrollrechte der Landesumweltanwaltschaft wurden zuletzt und werden mit dieser Novelle weiter verringert.
Dabei wurde die Landesumweltanwaltschaft einst geschaffen, weil die Politik erkannt hatte, dass intakte Landschaften die Grundlage für Tourismus, Lebensqualität und Wohlstand in Salzburg sind. Wer heute diese Kontrollmechanismen abbaut, spart nicht Bürokratie. Er riskiert jene Natur- und Landschaftsräume, von denen Salzburg seit Generationen lebt.
Auch wenn viele Menschen davon ausgehen, dass Umweltorganisationen stellvertretend diese Aufgaben übernehmen können ist das ein gefährlicher Irrtum:
"NGOs können eine Landesumweltanwaltschaft nicht ersetzen." betont der Naturschutzbund Salzburg. Dazu kommen steigende Erwartungen und Druck auf Naturschutzorganisationen in dem Bürgerinnen und Bürger darauf drängen dass Vereine Aufgaben übernehmen die früher staatliche Kontrollinstanzen wahrgenommen haben.
Leider sind diese Erwartungen weder fair noch realistisch wird doch durch geringer werdende Unterstützung deren Arbeit tendenziell schwieriger.
„Wenn die Landesumweltanwaltschaft geschwächt wird, die Behörden an ihre Belastungsgrenzen stoßen und gleichzeitig von Naturschutzorganisationen erwartet wird, immer mehr Aufgaben mit immer weniger Mitteln zu übernehmen, dann verliert am Ende nicht der Naturschutzbund. Dann verliert Salzburg.“
Lesen Sie die vollständige Presseaussendung unten:
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Presseaussendung: Naturschutzbund Salzburg warnt vor weiterem Abbau unabhängiger Umweltkontrolle (.pdf) (0,1 MB) |
(online seit 23/06/2026)