Medieninformation - Salzburg verbaut sich die Zukunft

Salzburg zerstört weiterhin seine schönsten Landschaften und gefährdet wissentlich die Selbstversorgung der eigenen Bevölkerung mit Lebensmitteln.

Der Naturschutzbund fordert engagierte Bodensparziele von der Landes- und Gemeindepolitik, entsprechende Gesetzesänderungen sowie einen jährlichen Bodenverbrauchsbericht im Landtag.
 
Das Bundesland Salzburg ist hinsichtlich seiner Größe, Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft sehr gut mit Südtirol vergleichbar. Beide zählen zu den reichsten Regionen Europas, haben einen hoch entwickelten Tourismussektor (Südtirol wies 2017 mit 32 Millionen sogar 4 Millionen Übernachtungen mehr aus als Salzburg) unterscheiden sich aber gravierend bei der Zersiedelung  und dem Verbrauch an Grund und Boden.
 
Der Flächenverbrauch in Südtirol hat zwischen 2012 und 2015 jährlich ca. 49 ha betragen und ist im Jahr 2016 sogar weiter auf 31 ha gesunken (das sind lediglich 0,004 % der Landesfläche oder 0,5 m² je Einwohnerin und Jahr). Anders  ausgedrückt entspricht das etwa der Fläche von 43 Fußballfeldern. Der Prokopf-Verbrauch im wirtschaftlich ebenfalls hoch entwickelten und viel größeren Bayern liegt bei 2,8 m²/EW und Jahr.
 
In Salzburg ist von einem überlegten und sparsamen Umgang mit dem Boden nichts zu erkennen. Jährlich gehen in unserem Bundesland 550 ha  Boden verloren, das sind 0,076 % der Landesfläche oder 10 m²/EW, was einer Größe von 630 Fußballfeldern entspricht. Diesem Raub an den eigenen Lebensgrundlagen mit allen seine mittlerweile bekannten Folgen muss dringend ein Ende gesetzt werden. Der Naturschutzbund hat deshalb in Vorsprachen bei allen im Salzburger Landtag vertretenen Parteien ein rasches Umdenken verlangt.
Zu den Forderungen gehören:
 
  1. Klare quantitative Ziele für die Verringerung des jährlichen Bodenverbrauchs in der laufenden Legislaturperiode und darüber hinaus
  2. Jährlicher Bericht über den aktuellen Bodenverbrauch im Salzburger Landtag
  3. Entwicklung einheitlicher Erfassungsmethoden in der Bodenverbrauchsstatistik
  4. Ausweisung landwirtschaftlicher Vorrangzonen in den Flächenwidmungsplänen
  5. Rohstoffplan zur langfristigen Sicherung der Abbaumöglichkeiten von Schotter und Stein
 
 
Rückfragen: Naturschutzbund Salzburg, Dr. Winfrid Herbst 0664/3938326
 
 Medieninformation (0,3 MB) 

 

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