Die Entstehung des österreichischen Wiederherstellungsplans

Kurz vor Ablauf der Frist für den österreichischen Wiederherstellungsplan (Renaturierungsverordnung) wird die Verantwortung zwischen Bund und Ländern hin- und hergeschoben. Wir haben uns deshalb genauer angesehen, wie dieser Plan eigentlich entstanden ist.

© Martina Winkler

Dabei sind Fragen aufgetaucht, die aus unserer Sicht weit über den aktuellen politischen Streit hinausgehen: Warum fehlt den Beteiligten immer noch ein Gesamtbild aller Maßnahmen? Warum werden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen erst am Ende zusammengeführt? Daraus ergibt sich eine voraussichtliche verspätete Abgabe, bei der eine öffentliche Beteiligung kaum noch möglich sein wird. Wie passt das zur von der EU vorgeschriebenen „frühzeitigen und wirksamen“ Beteiligung? Und was wurde eigentlich aus den mehr als 1.000 Eingaben vom 16.1.2026, von denen das Ministerium spricht?

Auch die Rolle Salzburgs verdient einen genaueren Blick: Marlene Svazek weist öffentlich Verantwortung von sich, während Salzburg selbst in den Bund-Länder-Arbeitsgruppen am Wiederherstellungsplan beteiligt war. Welche Vorschläge hat Salzburg dort eingebracht? Welche Fördermodelle für Landwirtschaft und Grundeigentümer wurden verfolgt – und welche Chancen möglicherweise nicht genutzt?

In der beiliegenden Presseaussendung haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Zusätzlich haben wir ein ausführliches Hintergrundpapier mit Chronologie, Rechtsgrundlagen, Quellen und offenen Fragen erstellt. Es soll vor allem eines ermöglichen: selbst weiterzufragen.

Denn je genauer man sich den Entstehungsprozess ansieht, desto mehr Fragen entstehen.

31.08.2026

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