Öffentlicher Verkehr und Nachhaltigkeit

Wien wächst und damit auch die Herausforderung genügend Grünflächen zu erhalten. Gleichzeitig ist auch das richtige Management solcher Flächen wesentlich. Denn Grünflächen bedeuten nicht nur Lebensraum für Mensch und Tier, sondern auch Abkühlung für die Stadt.

© Kratschmer

Deshalb untersuchen die Wiener Linien in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur Wien in einer groß angelegten Studie die Biodiversität entlang der U-Bahn- und Straßenbahn- Strecken. Dazu erheben die ForscherInnen der BOKU bis zu fünf Mal pro Jahr das Artenspektrum an Wildbienen, Tagfaltern, Heuschrecken und Gefäßpflanzen auf 25 Grünflächen, die sich im Wiener-Linien-Netz zwischen Siebenhirten und Leopoldau befinden. Auf Basis der Daten wird ein Maßnahmenkatalog zur Förderung und zum Erhalt der Biodiversität erarbeitet. Das Projekt läuft bis Ende 2020.

Bereits die ersten Ergebnisse bestätigen, wie wichtig Grünflächen für die Stadt sind. Beispielsweise gelang ein besonderer Fund auf einer Fläche in Rodaun, wo ein Männchen der Mooshummel, eine sehr seltene Hummelart, nachgewiesen wurde. Zudem galt die Siebendornige Wollbiene vor wenigen Jahren bei uns noch als sehr selten. Auf blütenreichen Standorten wie Straßenbahnböschungen fühlt sie sich nun sichtlich wohl.

Am 27.11.2019 um 18:00 Uhr stellt Irene Popp, MSc  spannende Artenschutzprojekte der Wiener Linien bei einem Vortrag beim Naturschutzbund Wien, Museumsplatz 1/Stiege 13 vor.                               



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