Der Amerikanische Signalkrebs

© Hannes Augustin

Der aus Nordamerika stammende Amerikanische Signalkrebs Pacifastacus leniusculus ist mittlerweile in fast allen europäischen Flüssen, Bächen und Seen etabliert. Sein Name rührt von einen mehr oder weniger ausgeprägten weiß-türkisen Fleck am Gelenk des Scherenfingers, die Unterseite der Scheren ist rot und dient beim Heben der Scheren als Warnfarbe. Der Allesfresser ist hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv, aber bei Nahrungsmangel auch unter Tags auf der Jagd. Bei einer hohen Populationsdichte entsteht großer Räuberdruck auf die bevorzugte Beute. Der Amerikanische Signalkrebs hat eine höhere Toleranz gegenüber chemischer und organischer Verschmutzung der Gewässer als unsere heimischen Krebse. Er verdrängt heimische Krebsarten durch Ubertragung der Krebspest und durch größere Produktion von Nachkommen. Mittlerweile dringt er auch aktiv in sommerkühle Gewässeroberläufe vor, die bisher oft sichere Refugien für die heimischen Flusskrebse waren. 

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