Wildon

Die Marktgemeinde Wildon ist mit über 5.000 EinwohnerInnen eine der größten Gemeinden des Bezirkes Leibnitz (Steiermark) und besitzt eine Fläche von 32,67 km². Diese erstrecken sich mehrheitlich auf die Talböden der Mur und der Kainach. Zwar bieten angrenzende Hügel großflächige Waldgebiete, die Talböden werden jedoch entweder intensiv landwirtschaftlich genutzt, als Industrie- und Gewerbegebiet gewidmet oder zunehmend für die menschliche Siedlungstätigkeit in Anspruch genommen

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Für die Natur und damit für eine Vielzahl von Insekten blieb im Talboden in den vergangenen Jahrzehnten immer weniger Platz, eine zunehmende Verschlechterung der Lebensraumbedingungen vorkommender Tier- und Pflanzenarten war die Folge. Zudem wurden die durchaus großflächigen Waldgebiete des

Hügellandes immer stärker voneinander isoliert. Seit 2015 bemüht sich die Marktgemeinde Wildon nun verstärkt, diesen Trends im Sinne des Erhalts einer Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und des schrittweisen Aufbaus eines Biotopverbundes geeignete Maßnahmen zu setzen. Die Schaffung von dem Biotopverbund dienenden Hecken sowie von angrenzenden Blüh- und Bracheflächen sollen Insekten und viele weitere Tiere anziehen und damit die Artenvielfalt stärken. Diese Maßnahmen sollen zum einen den Biotopverbund zwischen bestehenden natürlichen Ressourcen schaffen, zum anderen kleinräumige Rückzugsgebiete für die heimische Tier- und Pflanzenarten mitten in der Agrar-, Industrie- und Siedlungslandschaft bilden. Insgesamt wurden bereits 600 lfm Hecken gepflanzt und somit viel Lebensraum für Insekten geschaffen.

Zudem erfolgte parallel zu einer 215 m langen Hecke die Anlage eines 6 m breiten Blühstreifens, auf einer bisher als Maisacker genutzten Fläche. Jetzt soll die  noch nicht abgeschlossene Umwandlung eines ca. 0,4 Hektar großen Maisackers in eine an Hecken angrenzende Blühfläche in Angriff genommen werden.

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